Österreichs Volleyball-Nationalteam der Frauen hat bei der Rückkehr auf die EM-Bühne nach 55 Jahren erwartungsgemäß eine Niederlage kassiert. Die Mannschaft von Trainer Roland Schwab verlor am Freitag in Brünn ihr erstes Match in EM-Gruppe B gegen Serbien mit 0:3 (-17,-9,-21), spielte aber zumindest phasenweise gut mit.
„Die Mannschaft war gleich präsent. Wir haben von drei Sätzen zwei wirklich gut gespielt und unsere Leistung gebracht“, bilanzierte Schwab zufrieden.
Im ersten Satz lagen die ÖVV-Frauen schnell mit 1:8 hinten, konsolidierten sich dann aber und warteten sowohl im Angriff als auch am Block immer wieder mit erfolgreichen Aktionen auf. Nach einer guten halben Stunde hieß es 17:25. Im zweiten Durchgang zogen Serbiens Superstar Tijana Boskovic und Co. das Tempo an und früh mit 5:0 bzw. 15:3 davon, die Österreicherinnen waren in dieser Phase chancenlos. In Satz Nummer drei wechselten die Serbinnen durch, wodurch dieser deutlich ausgeglichener verlief. Am Ende verwerteten die Favoritinnen ihren zweiten Matchball.
„Traum einer jeden Spielerin“
Beste Punktesammlerinnen für Österreich waren Anamarija Galic mit elf und Kora Schaberl mit acht Zählern. „Den ersten Satz haben wir super gespielt, da bin ich richtig stolz auf mein Team. Im zweiten Satz hatten wir einen kurzen Durchhänger. Den dritten Satz gegen die zweite Mannschaft haben wir solide gespielt, da haben wir gute Phasen gezeigt. Da hat es dann knapp nicht gereicht“, erklärte Schaberl im ORF und zeigte sich vom EM-Debüt begeistert. „Es ist einfach ein Wahnsinn, gegen solche Spielerinnen zu spielen – vor so einem Publikum in so einer Halle, das ist der Traum einer jeden Spielerin.“ Kapitänin Nina Nesimovic sprach beim gelungenen Block gegen Boskovic gar von einem „Lebensziel. Das fühlt sich schon gut an.“
Auch der Trainer zeigte sich angetan und sah sein Team nicht so weit weg. „Im dritten Satz haben wir gesehen, wenn der Superstar runtergeht, ist es eine andere Situation. Die haben wir gut angenommen. Da haben wir gemerkt, da geht etwas“, meinte Schwab. Man habe gegen Europas Nummer eins „gutes Volleyball gezeigt. Das müssen wir mitnehmen, auch morgen gegen die Nummer elf“, hatte der ÖVV-Coach bereits den Fokus auf das nächste Spiel am Samstag gegen Gastgeber Tschechien. „Wenn wir da eine Schippe drauflegen, können wir was holen. Das ist das große Ziel.“
Nach Tschechien warten noch am Montag, Dienstag und Mittwoch die Mannschaften der Ukraine, Griechenlands und Bulgariens auf die rot-weiß-rote Truppe. In den anderen Auftaktspielen der Gruppe gewannen die Bulgarinnen gegen die Ukrainerinnen etwas unerwartet 3:0 und die Tschechinnen gegen die Griechinnen 3:1.
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