Behörden warnen
Riss- und Lochgefahr: Kondom-Skandal in Frankreich
Beim Kauf eines Kondoms soll eigentlich eines im Vordergrund stehen: Sicherheit. In Frankreich sorgen nun allerdings zehntausende mangelhafte Verhütungsmittel für Aufregung. Mehr als 40.000 Kondome wurden online verkauft, obwohl ihnen die erforderliche CE-Markierung fehlt. Die Behörden warnen vor möglichen gesundheitlichen Folgen.
Die französischen Verbraucherschutzbehörden und die Gesundheitsdirektion haben vor den nicht konformen Produkten gewarnt. Mehr als 40.000 Stück seien über das Internet verkauft worden. Weil die notwendige CE-Kennzeichnung fehlt, entsprechen die Kondome nicht den vorgeschriebenen Standards.
Die zuständigen Behörden forderten die betroffenen Plattformen auf, die mangelhaften Produkte von ihren Seiten zu entfernen.
Weitere Mängel in Geschäften entdeckt
Doch damit war der Fall nicht erledigt. Auch in Geschäften führten die Behörden Kontrollen durch und stießen dabei auf weitere Mängel. Insgesamt wurden 260.000 Kondome aus dem Verkehr gezogen. Bei den beanstandeten Produkten besteht laut Behörden unter anderem die Gefahr, dass sie reißen. Zudem könnten die Kondome Löcher enthalten.
Risiko für Krankheiten und ungewollte Schwangerschaften
Die Behörden sehen darin ein erhebliches Gesundheitsrisiko. Bei einem Versagen der Verhütungsmittel besteht demnach unter anderem die Gefahr einer Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten sowie einer ungewollten Schwangerschaft.
Menschen, die die nun beanstandeten Kondome zuletzt verwendet haben, empfehlen die Behörden, sich auf sexuell übertragbare Krankheiten testen zu lassen. Gegebenenfalls solle auch ein Schwangerschaftstest gemacht werden.
115 Millionen Kondome in einem Jahr verkauft
Wie groß der französische Markt für Kondome ist, zeigt eine weitere Zahl: Im Jahr 2024 wurden in Frankreich gut 115 Millionen Kondome verkauft. Die nun zurückgezogenen Produkte machen damit einen vergleichsweise kleinen Teil der insgesamt verkauften Verhütungsmittel aus.

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