20 Spiele, ein Punkt

Die Lustenauer Horror-Bilanz gegen Sturm Graz

Fußball National
21.08.2026 09:25

Bisher hat sich Aufsteiger Austria Lustenau in der Bundesliga gut geschlagen, nach drei Runden liegt das Team von Coach Markus Mader mit vier Punkten auf Platz fünf. Jetzt aber wartet mit Sturm Graz der ultimative Angstgegner auf die Grün-Weißen.

Wenn Sturm Graz auf Austria Lustenau trifft, ist das für die Steirer wie eine „g’mahte Wiesn“. Neunmal gastierte die Austria bislang in Graz, Punkte gab es bisher aber nie. In Lustenau gab es – wegen zwei ÖFB-Cupspielen – sogar elf Begegnungen, wobei den Hausherren nur im allerersten Bundesliga-Aufeinandertreffen etwas Zählbares gelang. Unter Trainer Edi Stöhr schaffte die Austria am 26. Juli 1997 ein 1:1. Der letzte Teilerfolg gegen Sturm liegt also schon mehr als 29 Jahre zurück.

Edmund Stöhr (links, im Bild mit dem verstorbenen Paul Gludovatz), holte mit seinem damaligen ...
Edmund Stöhr (links, im Bild mit dem verstorbenen Paul Gludovatz), holte mit seinem damaligen Team im Juli 1997 den einzigen Punkt der Lustenauer gegen Sturm Graz.(Bild: AP/APA/HERBERT PFARRHOFER)

Seitdem versuchten sechs Trainer vergeblich ihr Glück. Mit 7:0 (unter Goran Stanislavjevic) und 6:0 (unter Edi Stöhr) setzte es gegen die Grazer zudem zweimal ordentliche Packungen. Das war jene Zeit, als Sturm Graz unter seinem Präsidenten Hannes Kartnig in der Champions League für Furore sorgte und eine mit Stars bestückte Mannschaft mit Franco Foda, Ivica Vastic, Markus Schopp etc. stellte. Die hohen Niederlagen waren also durchaus keine Schande für das „kleine Lustenau“. Auch am Samstag (19.30) sind die Rollen klar verteilt. Der Europa-League-Teilnehmer ist gegen den Aufsteiger klarer Favorit.

Lord Afrifa kam von Sturm II und spielte sich in Lustenau gleich in die Startelf.
Lord Afrifa kam von Sturm II und spielte sich in Lustenau gleich in die Startelf.(Bild: GEPA)

Andere Dimensionen
Welche Dimensionen beide Mannschaften trennt, wurde zuletzt beim Transfer von Verteidiger Jeyland Mitchell ersichtlich. Sturm Graz erhielt vom RC Straßburg acht Millionen Euro überwiesen – so viel wie noch nie. Zum Vergleich: Lustenaus Gesamtbudget liegt bei etwas mehr als sechs Millionen Euro. Sturm war auch für den bisherigen Rekordtransfer der Austria verantwortlich. Im Jänner 2023 zahlten die „Blackys“ rund 1,2 Millionen Euro Ablöse für Bryan Teixeira. Bei den Grazern konnte sich der Spieler von den Kapverden allerdings nie durchsetzen. Die jüngste Verbindung zwischen beiden Vereinen ist der Transfer von Lord Afrifa von Sturms Amateuren zu Lustenau im Sommer. Der 20-jährige Ghanaer hat sich auf Anhieb in die Startelf gespielt.

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