Garage brannte bereits

Steirer (41) wollte seinen Nachbarn anzünden

Steiermark
18.08.2026 05:45

Ein psychisch kranker Steirer hat versucht, seinen Nachbarn mit Benzin zu übergießen, als die Garage des Wohnhauses bereits in Flammen stand! Mit einem Feuerlöscher konnte der Nachbar den 41-Jährigen in Schach halten und so wohl Schlimmeres verhindern. Gefasst wurde der Mann aber erst Stunden nach dem Anschlag.

Es muss der blanke Albtraum gewesen sein, als ein Steirer in Grafendorf bei Hartberg Mitte Juli das Haus seines Nachbarn mit Benzin in Brand steckte. Das Garagentor brannte bereits lichterloh! Glücklicherweise bemerkte der Hausbesitzer, was der 41-Jährige da Wahnsinniges tat, und konnte ihn von viel Schlimmerem abhalten.

Denn, wie jetzt herauskam, wollte der psychisch Kranke nicht nur das Haus anzünden, sondern auch seinen Nachbarn! Als dieser nämlich mit dem Feuerlöscher den Garagenbrand zu löschen begann, versuchte der Feuerteufel, den Mann ebenfalls mit Benzin zu überschütten.

Doch mit dem Feuerlöscher spritzte der Oststeirer immer wieder in Richtung seines Nachbarn, der völlig außer sich war. So gelang es ihm, ihn auf Abstand zu halten, was ihm vermutlich auch das Leben gerettet hat.

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Die U-Haft wurde Ende Juli aufgrund des psychiatrischen Gutachtens in eine vorläufige Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum umgewandelt.

Christian Kroschl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz

Fahndung in drei Bundesländern
Der 41-Jährige ergriff mit dem Auto die Flucht. Polizeistreifen aus der Steiermark, dem Burgenland und Niederösterreich beteiligten sich an der Fahndung. Auch Polizeihubschrauber waren im Einsatz. Drei Stunden nach dem Brandanschlag wurde der Verdächtige auf einem Feldweg im fast 90 Kilometer entfernten Sigleß im Burgenland festgenommen.

Steirer fühlte sich verfolgt und beobachtet
Laut Gutachten leidet der Steirer an schweren Wahnvorstellungen und fühlte sich von seinem Nachbarn verfolgt und beobachtet. Er befindet sich jetzt in einem forensisch-therapeutischen Zentrum. „Die U-Haft wurde Ende Juli aufgrund des Gutachtens des beigezogenen psychiatrischen Sachverständigen in eine vorläufige Unterbringung umgewandelt“, so Christian Kroschl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz.

In Haft befindet sich der Steirer jetzt wegen des Verdachts der Sachbeschädigung und der versuchten, absichtlich schweren Körperverletzung. Hinweise auf einen Mordversuch hätten sich im Rahmen der Ermittlungen durch die Mordgruppe des LKA Steiermark nicht ergeben.

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