Über 300 Profi-Einsätze hat Marco Djuricin bereits auf dem Buckel, eineinhalb Jahrzehnte kickte er auf höchstem Niveau. Eine rote Karte gab’s dabei nie – bis zu seinem Debüt im Amateur-Bereich am vergangenen Wochenende bei Landesligist Ebreichsdorf.
Und sie hätte kaum kurioser zustande kommen können: Innerhalb von zwei Minuten sah der 33-Jährige im Spiel gegen die St. Pölten Amateure Gelb-Rot. Die erste Karte gab’s wegen Kritik, die zweite aufgrund eines Missverständnissen mit dem Unparteiischen.
„Ich wurde behandelt, musste deswegen für eine Minute vom Platz. Dann hat der Schiri mich wieder rein gewunken – nur um mir dann die zweite Gelbe zu zeigen, weil ich laut ihm von selbst aufs Feld gelaufen bin“, kanns der Stürmer noch immer nicht fassen. „Ich habe noch gegrinst, weil ich dachte er macht einen Spaß!“
Zu allem Überfluss ging der Liga-Auftakt dann auch noch mit 1:2 verloren. „Mein Debüt hatte ich mir schon anders vorgestellt. Es war sauheiß, der Platz dort war sensationell schlecht und dann sowas – ich bin echt gespannt, was mir noch so für Blödsinn in dieser Saison passieren wird“, hat Djuricin dennoch einen Grinser im Gesicht. „Ich habe schon immer gerne mit den Schiris diskutiert, aber Gelb-Rot gab’s dafür noch nie.“
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