Bub wurde weggespült
Taifun „Dolphin“ sorgt für Verwüstung in China
Mit heftigem Regen und starken Windböen hat der Tropensturm „Dolphin“ den Alltag im Osten Chinas durcheinandergewirbelt. Hunderttausende Menschen wurden allein in Shanghai evakuiert – ein kleiner Junge wurde ins Meer gerissen.
Selbst der Verkehr auf vier U-Bahn-Linien wurde vollständig eingestellt, weitere verkehrten nur auf verkürzten Strecken, wie die städtischen Verkehrsbehörden mitteilten.
Auch der Flugverkehr war beeinträchtigt, sämtliche innerstädtische Fähren und Ausflugsfahrten auf den Flüssen wurden ebenfalls gestoppt.
40 Prozent der Flüge gestrichen
An den Flughäfen Pudong und Hongqiao sollten laut den Betreibern rund 950 Starts und Landungen gestrichen werden, wie das chinesische Nachrichtenportal „The Paper“ berichtete.
Das entspricht knapp 40 Prozent der geplanten Flüge. Die Behörden riefen die Bevölkerung der Millionenmetropole auf, von zu Hause zu arbeiten und möglichst nicht vor die Tür zu treten.
Überflutungen und Sturmschäden
„Dolphin“ war am Sonntag zunächst als starker Taifun bei Yuhuan in der ostchinesischen Provinz Zhejiang an Land getroffen. Wenig später zog der Sturm bei Yueqing ein zweites Mal über die Küste. Er hinterließ sichtbare Spuren: Bäume stürzten um, Baustellen wurden beschädigt, Straßen überflutet.
Zum Schutz vor „Dolphin“ wurden Hunderttausende Menschen evakuiert. Allein in Shanghai brachten die Behörden bis Sonntagabend rund 215.600 Menschen aus gefährdeten Gebieten in Sicherheit. In der Provinz Fujian waren es bis Montagmorgen weitere rund 168.000, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.
Bub ins Meer gerissen
In der Küstenstadt Wenling wurde unterdessen weiter nach einem neunjährigen Buben gesucht, der am Freitag im Ortsteil Shitang von einer Welle ins Meer gerissen worden war. Wie das chinesische Nachrichtenportal „Jiemian“ berichtete, teilte das städtische Notfallkommando mit, der Bub sei bis Sonntag nicht gefunden worden und die Suche dauere an.
Bis Montagmorgen schwächte sich „Dolphin“ dann zu einem Tropensturm ab. Zwar erwartete der Wetterdienst, dass der Sturm weiter nach Nordwesten zieht. Für Shanghai und andere Gegenden Ostchinas wurden jedoch weitere heftige Regenfälle vorhergesagt.









Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.