Im All seit 2025

„Falcon 9“-Schrottteil auf dem Mond eingeschlagen

Ausland
06.08.2026 06:31
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein vier Tonnen schweres Schrottteil einer SpaceX-Rakete ist Wissenschaftlern zufolge auf dem Mond eingeschlagen. 

Die in Chile ansässige Europäische Südsternwarte (ESO) teilte am Mittwoch mit, dass sie mithilfe ihres hoch entwickelten Very Large Telescope (VLT) entsprechende „Spektrallinien“ entdeckt habe. Der Aufprall habe sich genau so ereignet, wie erwartet. Eine Bestätigung der NASA steht weiterhin aus.

Vom Kurs abgekommen
Durch „eine Mischung aus Sonnenaktivität und Schwerkraft“ sei das Raketenteil von seinem berechneten Kurs abgekommen, sodass es unbeabsichtigt auf den Mond zusteuerte, sagte die zuständige SpaceX-Direktorin Julianna Scheiman vor dem Aufprall.

Die SpaceX-Trägerrakete „Falcon 9“ hatte im Jänner 2025 zwei Mondlandgeräte ins All befördert. ...
Die SpaceX-Trägerrakete „Falcon 9“ hatte im Jänner 2025 zwei Mondlandgeräte ins All befördert. Der Raketenantrieb landete auf der Erde, die oberste Raketenstufe blieb jedoch im All.(Bild: AFP/JUSTIN SULLIVAN)

Noch keine Bestätigung von NASA
Die US-Raumfahrtbehörde NASA sowie die südkoreanische Raumfahrtagentur hatten im Vorfeld angekündigt, mit ihren Weltraumsonden Fotos von der Einschlagstelle aufnehmen zu wollen. Bis zur Übermittlung der Bilder könnte es aber mehrere Tage dauern – eine offizielle Bestätigung von dieser Seite steht also noch aus.

Die Nasa will in Zukunft eine Weltraumbasis auf dem Mond errichten, Erkenntnisse über mögliche Kollisionen mit Weltraumschrott sind deshalb wichtig.

17.000 Tonnen Weltraumschrott in Erdumlaufbahn
Auf dem Mond schlagen zwar regelmäßig Meteoriten ein, Kollisionen mit Raketenteilen oder anderem Weltraumschrott sind aber selten. Schätzungen der Europäischen Weltraumbehörde Esa zufolge befinden sich derzeit mehr als 46.000 Teile Weltraumschrott in der Erdumlaufbahn, die zusammen rund 17.000 Tonnen wiegen.

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