Ein 60-jähriger Bewohner in der betreuten Wohnhausanlage in Wiener Neustadt bedroht weiterhin seine betagten Nachbarn. Die Siedlungsgenossenschaft hat ihm bereits gekündigt, doch der gerichtliche Bescheid darüber steht noch immer aus.
Nur kurz konnten die Bewohner des betreuten Wohnens in Wiener Neustadt durchatmen. Der 60-jährige Nachbar, der die übrigen betagten Bewohner bereits seit Jahren terrorisiert, war nach einem Polizeieinsatz drei Wochen lang weg.
„Jetzt haben sie ihn wieder entlassen – und der Terror geht weiter“, beklagt Nachbar Günther M. „Und es ist noch schlimmer als vorher“, berichtet die ebenfalls betroffene Barbara S. „Vorgestern musste wieder die Polizei mit sechs Mann anrücken“, schildert sie den Vorfall. Weit nach Mitternacht habe der rabiate Mann laut polternd Gegenständen durchs Haus geworfen, seinen Nachbarn als „pädophiles Nazischwein“ beschimpft und gedroht, dass „Putin, sein Freund, bald kommen wird“ oder seine Tochter, „die dann alle niederballert“.
„Haust“ im Keller, weil er keinen Strom mehr hat
Nachdem in seiner eigenen Wohnung der Strom bereits seit Längerem abgeschaltet wurde, halte sich der 60-Jährige – vor allem in der Nacht – im Gemeinschaftsaufenthaltsraum im Keller auf. „Dort hat er Strom. Auch die Lebensmittel, die dort im Kühlschrank waren, hat er bereits alle entwendet“, so eine verzweifelte Hausbewohnerin. Der Müllraum sei komplett zerstört und laufend finden die betagten Bewohner neue, beunruhigende Nachrichten vor ihren Wohnungstüren. „Er ist eine tickende Zeitbombe“, sagt Barbara S.
Auch die zuständige Siedlungsgenossenschaft zeigt sich bereits sehr verzweifelt und betont wieder: „Wir haben die gerichtliche Kündigung eingebracht und warten dringendst auf einen Bescheid, um das Problem so rasch wie möglich zu lösen.“
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