Hit bei der WM

Heute könnt ihr gegen Spanien Geschichte schreiben

Österreichs Außenseiterrolle lässt sich heute gegen Spanien auch mit Statistiken nicht schönfärben. Heute muss das wahre Gesicht her!

„Wir haben noch nicht unser wahres Gesicht gezeigt“, beteuert Phillipp Mwene. Aber das können die Spanier bei der WM auch behaupten. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Österreich ist heute krasser Außenseiter. Da lässt sich auch keine Statistik schönfärben:

  • Spanien hat seit 2010 kein K.-o.-Spiel mehr bei einer WM gewonnen. Damals war es der Titel nach einem 1:0 im Finale gegen die Niederlande. Danach war spätestens im Achtelfinale Endstation. Das stimmt schon, aber Österreich hat seit 1954 nicht einmal mehr ein K.-o.-Spiel bei einer WM erlebt.
  • Spanien traf auch in keinem der letzten zehn K.-o.-Spiele bei einer WM öfter als einmal. Eh lieb. Rot-weiß-Rot hatte noch keine zehn K.-o.-Partien.
  • Österreich hat nur eines der letzten zehn Duelle (1990 in Malaga 3:2) gewonnen. Und so weiter ...

Die nackten Zahlen aus der Vergangenheit werden der Rangnick-Truppe heute also keinen Mut machen. Aber zwei ÖFB-Stars könnten auch statistische Duftnoten hinterlassen:

  • Alex Schlager, indem er nach dem dreckigen Dutzend, zwölf WM-Spiele in Folge mit Gegentor, heute sein Tor sauber hält. Der letzte war Friedl Koncilia 1982 gegen Algerien.
  • Und unser erster Torschütze heute - es wäre das 50. Tor in der rot-weiß-roten WM-Geschichte. Also ein Jubiläum. Das aber nur bei einem Achtelfinaleinzug gefeiert wird.
(Bild: GEPA)

Was es dafür braucht: Kompaktheit, gutes Pressing, Umschalter, aber auch mehr Ruhephasen mit Ball. Das wäre unser wahres Gesicht, das man in den USA noch nicht sah. Weil ohne Baumgartner der Zehner fehlt. Laimer wäre heute dafür der erste Kandidat.

Mwene fällt aus
Aber es ist wohl wieder als linker Außenverteidiger gefragt, weil Mwene mit einer Oberschenkelverletzung ausfällt. Friedl könnte auch „einspringen“. Im Abwehrzentrum macht Alaba in Sachen Balleroberungen und Pressing nach wie vor keiner etwas vor.

(Bild: Sepp Pail)

Auch wenn er weniger Sprints als Danso und Lienhart anreißt, nur Kraft für 60 Minuten hat. Ob Arnautovic, Kalajdzic oder Gregoritsch stürmt, ist „Geschmackssache“. Und Grillitsch wäre für mehr Ballbesitz eine „neue“ Option als Sechser.

Aber es wird nur als Team gehen – heute muss Österreich sein wahres, „altes“ Gesicht zeigen.

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