Europa im KI-Wettlauf

Forgó: „Spielen einfach nicht in der ersten Liga“

Wiener Wissen Podcast
28.06.2026 07:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Künstliche Intelligenz verändert die Welt rasanter als jede Technologie zuvor. Doch während Europa stark hinterherhinkt, sitzen die mächtigsten Player längst in den USA und China. IT-Rechtsexperte Nikolaus Forgó warnt im Gespräch mit „Wiener Wissen“-Podcasterin Elisabeth Oberzaucher vor einem gefährlichen Ungleichgewicht.

Europa droht im globalen KI-Wettlauf den Anschluss zu verlieren. Während die großen Technologieunternehmen in den USA und China die Entwicklung vorantreiben, sieht IT-Rechtsexperte Nikolaus Forgó den Kontinent zunehmend in der Zuschauerrolle: „Wir spielen einfach nicht in der ersten Liga.“ Besonders alarmierend sei, dass selbst bei strategisch wichtigen Zukunftstechnologien europäische Unternehmen und Institutionen oft nicht zu den entscheidenden Akteuren zählen. Gleichzeitig versuche Europa vor allem über Regulierung Einfluss zu nehmen – mit durchwachsenem Erfolg.

Besorgt zeigt sich Forgó auch darüber, dass in der digitalen Welt immer öfter private Unternehmen die Regeln festlegen. „Die Technologie nimmt sich Rechte – und zwar durch die Menschen und Unternehmen, die sie entwickeln“, betont er. Und diese haben weder gesellschaftliche noch demokratische Ziele, sondern rein wirtschaftliche Interessen. Gerade deshalb brauche es klare politische Antworten darauf, wie KI künftig reguliert werden soll – auf nationaler, europäischer und globaler Ebene.

Die ganze Folge gibt es hier zum Anhören:

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