Bei Rekordtemperaturen ist Extremsport keine gute Idee: Diese Erfahrung mussten am Samstag mehrere Teilnehmer des „Kaiserkrone Trail“ in Scheffau (Bezirk Kufstein) machen. Wie die Landespolizeidirektion Tirol am Sonntag mitteilte, mussten zwei Niederländer und ein Österreicher beim Berglauf von der Bergrettung geborgen werden, weil sie kollabierten. Bei einem wurde eine Körpertemperatur von 41,3 Grad gemessen, er musste mit dem Helikopter ins Spital geflogen werden.
Der 35-jährige Österreicher hatte beim Abstieg über der Rehbachklamm (910 Meter Seehöhe) um 12.20 Uhr eine heftige Überhitzung erlitten und kollabierte. Er wurde in den Schockraum des Bezirkskrankenhauses Kufstein geflogen, wo sich sein Zustand nach einer Behandlung stabilisierte.
Zuvor hatte die Bergrettung schon zwei Niederländern helfen müssen. Ein 27-Jähriger erlitt um 10.42 Uhr beim Panorama-Lauf eine Überhitzung und musste das Rennen abbrechen. Die Bergretter bargen ihn bei der Kaiser-Hochalm (1.420 Meter Seehöhe). Zwei Minuten später meldete ein 39-jähriger Niederländer akute Schockzeichen durch wiederholtes Erbrechen, nachdem er den Ultra-Trail abgebrochen hatte. Er war danach zurück zur Steiner Hochalm (1.260 Meter Seehöhe) gegangen, wo er ebenfalls von der Bergrettung Scheffau geborgen wurde.
Veranstalter hatten Start wegen Hitze vorverlegt
Der „Kaiserkrone Trail“ wird vom Tourismusverband Wilder Kaiser veranstaltet. Laut der Homepage der Veranstaltung war der Start aller Bewerbe am Samstag wegen der erwarteten hohen Temperaturen um eine Stunde vorverlegt worden. Beim Kaiserkrone Ultra waren 56 Kilometer und 3.640 Höhenmeter zu absolvieren, also mehr als die Marathondistanz. Beim Kaiserkrone Panorama waren 30 Kilometer und 1.500 Höhenmeter zu laufen, beim Kaiserkrone Skyrace 24,7 Kilometer und 2.690 Höhenmeter, beim Kaiserkrone Medium 20,7 Kilometer und 1.290 Höhenmeter und beim Kaiserkrone Short 8,3 Kilometer und 490 Höhenmeter.
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