Musik war zu laut

Nach Mord: Freundin vor der Abschiebung?

Österreich
30.01.2006 21:59
Weil die serbische Musik einem Nachbarn zu laut war, muss ein noch ungeborenes Baby als Halbwaise aufwachsen. Ein niederösterreichischer Wachmann soll den 18-jährigen Kindesvater Denis A. nach einem Streit, wie berichtet, erstochen haben. Nun droht der schwangeren Freundin des Opfers womöglich die Abschiebung.

Der junge Kochlehrling aus Ex-Jugoslawien war seit einigen Monaten stolzer Besitzer der österreichischen Staatsbürgerschaft. Auch seine rumänische Lebensgefährtin sollte diese nach Hochzeit und Geburt des gemeinsamen Babys bekommen.

Doch das Glück des jungen Paares wurde jäh zerstört: Denis A. (18) verblutete nach mehreren Messerstichen. Und der schwangeren Frau könnte nun sogar rein rechtlich die Abschiebung drohen... 

Verdächtiger will aus Notwehr gehandelt haben
Ein nichtiger Streit über zu laute Musik hatte das Drama in dem Mehrfamilienhaus in Strasshof (NÖ) ausgelöst. Angeblich soll sich der spätere Täter schon in den Wochen vor dem Amoklauf mehrmals bei der Hausverwaltung über die Musiklautstärke in der Wohnung seiner Nachbarn beschwert haben. 

Der 28-jährige Verdächtige - er will aus Notwehr zugestochen haben - muss sich nun wegen Mordes und zweimaligen Mordversuches vor Gericht verantworten.

Text: Christoph Budin und Christoph Matzl, Kronen Zeitung
Foto: Reinhard Holl

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