Mehr als zwei Wochen nach der Gemeinderatswahl vom 31. Mai ist in Neunkirchen noch immer offen, wer künftig das Bürgermeisteramt übernehmen wird. Am 29. Juni soll jedoch die Entscheidung fallen.
Mehr als zwei Wochen nach der Gemeinderatswahl vom 31. Mai ist in Neunkirchen noch immer offen, wer künftig das Bürgermeisteramt übernehmen wird. Hinter den Kulissen laufen die Verhandlungen auf Hochtouren, eine Einigung ist jedoch weiterhin nicht in Sicht.
Dabei war das Wahlergebnis denkbar knapp: Die ÖVP mit Amtsinhaber Peter Teix lag am Ende lediglich zwölf Stimmen vor der SPÖ. Beide Parteien halten nun jeweils zwölf Mandate im Gemeinderat.
„Wir verhandeln derzeit sehr intensiv“, sagt Teix. Trotz des hauchdünnen Vorsprungs zeigt er sich überzeugt, auch in Zukunft Bürgermeister zu bleiben. Dafür benötigt die Volkspartei allerdings die Unterstützung der SPÖ, denn alleine und mit den Stimmen des jetzigen Koalitionspartners „Wir für Neunkirchen“ reicht es für die Wahl zum Stadtoberhauptes nicht.
Rechnerisch gäbe es auch andere Möglichkeiten: SPÖ, FPÖ und Grüne kommen gemeinsam auf 21 Mandate und hätten damit die Mehrheit, um SPÖ-Spitzenkandidat Günther Kautz ins Bürgermeisteramt zu wählen.
Sorgen bereitet Teix dieses Szenario jedoch nicht. „Diese Angst habe ich nicht“, sagt er selbstbewusst. Auch über eine Halbzeitlösung, bei der sich zwei Parteien das Bürgermeisteramt teilen, will er nicht diskutieren. Ebenso wenig kann er sich die Rolle des Vizebürgermeisters vorstellen. Für ihn ist klar: Wer bei der Wahl vorne liegt, sollte auch Bürgermeister werden. Seine Begründung bringt er mit einem sportlichen Vergleich auf den Punkt: „Es gibt auch keine Halbzeitmedaille.“
SPÖ-Spitzenkandidat Günther Kautz bestätigt die derzeit laufenden Verhandlungen, bei denen es hauptsächlich um Themen wie Budget oder die Musikschule geht. Für in ist derzeit noch alles offen. Er spricht jedoch von „Strategiespielen“ der ÖVP.
Helmut Fiedler dazu: „Es gibt derzeit Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP und SPÖ. An Spekulationen über ungelegte Eier beteiligen wir uns nicht. Wir als FPÖ respektieren zu 100 Prozent den Wählerwillen und werden eine starke Opposition für die Neunkirchner sein!
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