Blau-gelbe Betriebe

„Feuerwehr-Einsatz“ an vorderster Flammen-Front

Niederösterreich
15.06.2026 19:00

Niederösterreich rüstet die Feuerwehren dieser Welt aus! Unsere blau-gelben Topausstatter hinterließen auch auf der Spezialmesse Interschutz in Hannover (D) bemerkenswerte Spuren.

Rund 1770 Aussteller aus aller Welt hatten – wie berichtet _  ihre Innovationen , von Löschrobotern über Drohnentechnik bis hin zu künstlicher Intelligenz für Einsatzleitungen, in Hannover gezeigt. Mittendrin standen NÖ-Unternehmen, deren Technologien längst bei Feuerwehren und Einsatzorganisationen rund um den Globus im Einsatz sind.

Rosenberger-Chef Robert Ottel präsentierte Neuheiten.
Rosenberger-Chef Robert Ottel präsentierte Neuheiten.(Bild: Mark Perry)

Für besonderes Aufsehen sorgte Rosenbauer aus Neidling mit einer Weltpremiere. Gemeinsam mit MAN präsentierte das Unternehmen die weltweit erste vollelektrische Drehleiter unter 16 Tonnen. Die Innovation verbindet modernste Rettungstechnik mit emissionsfreiem Betrieb und gilt als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Elektrifizierung von Feuerwehrfahrzeugen.

Völlig neue Herausforderungen
„Unsere Feuerwehren stehen vor völlig neuen Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass viele der Lösungen dafür aus Niederösterreich kommen. Heimische Betriebe gehören bei Einsatzfahrzeugen, Ausrüstung und Technik zur Weltspitze“, betont Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner stolz.

Neben Rosenbauer präsentierten sich weitere blau-gelbe Vorzeigeunternehmen als internationale Technologieführer. So entwickelt Dlouhy in Tulln maßgeschneiderte Einsatzfahrzeuge. „Jedes Fahrzeug verlässt unsere Hallen als bis ins Detail durchdachte Gesamtlösung, die exakt auf die Bedürfnisse der Einsatzkräfte zugeschnitten ist“, erklärt Geschäftsführer Martin Dlouhy.

Feuerwehrbedarf aus Weichseldorf
Dass Feuerwehrkompetenz nicht nur in großen Entwicklungszentren entsteht, beweist auch der Familienbetrieb Weichseldorfer Feuerwehrbedarf in Untermeisling. Seit 1989 liefert die Firma Ausrüstung und Schutzbekleidung und Fachberatung an mittlerweile 3000 Löscheinheiten.

Hochwasser und Drohnen
Ein weiterer Schwerpunkt der Interschutz war der Kampf gegen Fluten. „Wir haben sofort nach dem Hochwasser 2024 eine Hochleistungspumpe geordert. Sie wird im Herbst geliefert und pumpt pro Minute bis zu 50.000 Liter Wasser weg“, versichert Landesrat Stephan Pernkopf.

Ebenso stark im Fokus standen Drohnen, die in Echtzeit Bilder von Brandherden liefern und Roboter. Von diesen Entwicklungen zeigt sich St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler überzeugt: „Ich bin bei vielen kniffligen Situationen Einsatzleiter und froh, wenn ich in Zukunft einen Roboter hineinschicken kann und keine Menschen hineinschicken muss, wenn es lebensgefährlich wird.“

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