Nach Po in Italien
Nächster europäischer Fluss droht auszutrocknen
Der Po ist nur noch ein Rinnsal, jetzt schlägt man jetzt auch am Rhein Alarm: Die Trockenheit macht dem deutschen Teil des Flusses immer mehr zu schaffen. An kritischen Punkten wird das erste Mal ein Wasserstand von sechs bis zehn Zentimetern erwartet. Für die Schifffahrt könnte das schlimme Folgen haben – es droht eine „Teilung“ des Stromes.
Seit Wochen fehlt es an Regen. An mehreren Stellen ist das Wasser bereits sehr niedrig, der Rhein führt immer weniger Wasser. Besonders aufmerksam blickt die Binnenschifffahrt derzeit auf Kaub zwischen Koblenz und Mainz. Der Pegel gilt als wichtiger Richtwert für den Schiffsverkehr auf dem Rhein.
Sinkender Wasserstand am Rhein
Und just an jenem Pegel könnte der Wasserstand im Laufe der Woche sehr sinken. Für die Schifffahrt wäre das kritisch, denn die Fahrrinne ist in diesem Abschnitt sehr flach. Jens Schwanen, Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Binnenschifffahrt, warnt deshalb vor großen Problemen.
Wegen des niedrigen Wasserstands könnten Frachtschiffe in diesem Bereich nicht mehr ausreichend beladen werden. Bei noch niedrigeren Pegeln wäre ein Gütertransport gar nicht mehr möglich. Auch für Ausflugsschiffe und Kreuzfahrtschiffe wird die Situation schwierig. Sie könnten den betroffenen Abschnitt dann ebenfalls nicht mehr wie gewohnt befahren.
Rhein droht „auseinanderzufallen“
Der Rhein ist derzeit nicht der einzige Fluss, der auszutrocknen droht. Der Po und die Donau sind auch betroffen von diesem Thema. Doch besonders ungewöhnlich sind die möglichen Folgen der niedrigen Wasserstände. Der Rhein könnte in zwei befahrbare Bereiche geteilt werden. Im Norden könnten Schiffe weiterhin zwischen den großen Nordseehäfen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen und der Region Köln unterwegs sein. Dafür stehen neben dem Rhein auch Teile des westdeutschen Kanalnetzes zur Verfügung.
Weiter südlich gibt es ebenfalls noch Schiffsverkehr. Dort spielen unter anderem Neckar, Mosel und Main eine wichtige Rolle. Auch der Main-Donau-Kanal bleibt als Verbindung für den Güterverkehr Richtung Südosteuropa und Schwarzes Meer von Bedeutung.










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