Albtraum für Keeper?

„Ein Flummi“: Diskussion um neuen Bundesliga-Ball

Deutsche Bundesliga
10.08.2026 10:11
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Nach acht Jahren kümmert sich wieder Adidas um die Spielbälle in der deutschen Bundesliga sowie der zweiten deutschen Bundesliga. In der zweiten Spielklasse kam die „Torfabrik“ bereits sechsmal zum Einsatz, die Reaktionen fallen gemischt aus. 

22 Mal zappelte das Leder bereits im Netz, durchschnittlich also 3,67 Mal pro Spiel. Während Stürmer wohl ihren Gefallen am neuen Ball finden, ist die Freude beim Großteil der Torhüter nicht ganz so groß. „Der Adidas-Ball fühlt sich härter an und ist dadurch auch schneller als der von Derbystar (in den vergangenen Jahren stellte Derbystar den Ball zur Verfügung, Anm.). Man kann ihn gut schießen – also ist er eher Feldspieler-freundlich. Als Torhüter hat man durch die schnellere Flugkurve etwas weniger Reaktionszeit. Das sind meine bisherigen Erfahrungen“, fasste es HSV-Goalie Daniel Heuer Fernandes nach den ersten Trainingseinheiten mit dem neuen Spielgerät zusammen.

„Eklig“ für Goalies
Deutlichere Worte fand Ex-Profi Lewis Holtby in seiner Funktion als Sat1-Experte. „Das soll ein Flummi sein. Viel Spaß, Torhüter“, meinte der ehemalige Mittelfeldspieler, Dresden-Stürmer Jakob Lemmer bezeichnete den Ball als „eklig für Torhüter“.

Zusammengefasst: Der Adidas-Ball fliegt schneller als sein Vorgänger, außerdem flattert er mehr. Erklären lässt sich das unter anderem an den zwölf thermisch geklebten, nahtlosen Panels anstelle der 32 handgenähten Panels des Derbystar-Leders. Im deutschen Oberhaus kommt die „Torfabrik“ am 28. August erstmals zum Einsatz, wenn Meister Bayern München auf den VfB Stuttgart trifft. 

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