Anlässlich des Weltmilchtags am 1. Juni informiert die Landwirtschaftskammer Tirol über die Entwicklungen und die Rolle der Milch. Die Standards sind hierzulande sehr hoch. Probleme gibt es hingegen auch.
Alleine die Zahlen der Milchwirtschaft in Tirol aus dem Jahr 2025 sprechen eine deutliche Sprache: 3907 Milchviehbetriebe mit 65.341 Milchkühen produzierten rund 462.000 Tonnen Rohmilch. Der Großteil wird an Molkereien und Käsereien geliefert, der Rest bleibt in der Direktvermarktung oder wird zum Verfüttern an Kälber benötigt.
Milch ist in vielen Bereichen beliebt, egal ob im Müsli, im Kaffee oder im cremigen Vanilleeis. Für die Tirolerinnen und Tiroler gehören Milch bzw. Milchprodukte zum Alltag.
Milch ist ein Kulturgut. Sie ist echtes Naturprodukt und wertvoller Rohstoff zugleich.

Josef Hechenberger, Tiroler LK-Präsident
Bild: Christof Birbaumer
So auch am 1. Juni, dem Weltmilchtag. Dies nahm die Landwirtschaftskammer Tirol (LK) zum Anlass, um die Milchwirtschaft in Tirol vor den Vorhang zu holen. „Milch ist ein Kulturgut. Sie ist echtes Naturprodukt und wertvoller Rohstoff zugleich“, erklärte gestern LK-Präsident Josef Hechenberger.
Stimmungskiller und hohe Standards bei Produktion
Hechenberger weiß auch über die Problematiken: Während die Produktionskosten für Landwirte steigen, fallen die Erzeugerpreise. Auch hohe Energiekosten treiben die Kosten in die Höhe: „Die Situation ist herausfordernd und zeigt die Schieflage an der Wertschöpfungsverteilung auf. Daher appelliere ich an unsere Partner, vor allem an den Handel und an die Konsumenten, die heimischen Milchbetriebe bewusst zu unterstützen.“
Ebenso laufen bei der Milchabholung Probenshuttle mit, um die durchgehend hohe Qualität sicherzustellen.
Thomas Schweigl, Obmann Rinderzucht Austria
Dabei sei die Qualität der heimischen Milch auf höchster Qualität. 100 Prozent gentechnikfrei, Lebensmittelsicherheit und Hygiene haben oberste Priorität. Zudem werde einmal im Monat von jeder Tiroler Milchkuh eine Probe genommen. „Ebenso laufen bei der Milchabholung Probenshuttle mit, um die durchgehend hohe Qualität sicherzustellen“, sagt Thomas Schweigl, Obmann der Rinderzucht Austria.
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