Nicht alle betroffen

Obstbauern beklagen bis zu 30 Prozent Ausfälle

Oberösterreich
14.05.2026 11:20

Erdbeeren, Gurken und Co. sind von den kalten Temperaturen stark betroffen, Kirschen, Marillen und Kernobst hingegen weniger. Trotz teils spürbarer Ausfälle sind die heimischen Landwirte dennoch vorsichtig optimistisch – sofern endlich der heiß ersehnte Regen kommt.

In der Nacht auf Mittwoch hat es gefroren. Am Dienstag waren wir noch schwer beschäftigt, alle Kulturen abzudecken. Leider waren die vergangenen Wochen von Schäden geprägt, bei den Erdbeeren sind rund 30 Prozent kaputt“, bedauert Clemens Berger. Bodenkulturen wie Einlegegurken oder eben Erdbeeren waren stark betroffen. „Zuerst hieß es, es käme viel Regen, kein Frost. Da haben wir eingestreut, damit die Erdbeeren nicht im Schlamm liegen. Dann kam doch der Frost, wo das Stroh wieder schädlich war, weil es die Bodenwärme gedämmt hat“, erklärt der Landwirt aus Scharten.

Horst Hubmer inspiziert mit Lebensgefährtin Ilse Schedlberger die Pflanzen
Horst Hubmer inspiziert mit Lebensgefährtin Ilse Schedlberger die Pflanzen(Bild: Markus Wenzel)

Schäden und Ausfälle
Der genaue Schaden sei bislang nicht zu beziffern. Zu Ernteausfällen kommen auch vom Wind beschädigte Vliesdecken. „Es sind viele negative Faktoren zusammengekommen, der frühe Frost im Herbst, die Trockenheit und dann die Kälte. Dafür sieht jetzt die Prognose für eine schöne Reife gut aus“, ist Berger dennoch optimistisch.

Kleine Kirschen sind sehr sensibel, aber die Entfernung zum Boden schützt sie
Kleine Kirschen sind sehr sensibel, aber die Entfernung zum Boden schützt sie(Bild: Markus Wenzel)

Höhe schützt Früchte
Deutlich besser war das Frühjahr für Baumobst: „In ein bis zwei Metern Höhe, wo unsere Kirschen, Marillen und Zwetschken hängen, war die Kälte kein Problem. Wir würden uns sehr über Regen freuen“, so Horst Hubmer vom Firlingerhof in Scharten: „Der Niederschlag wird immer unberechenbarer, aber mit etwas Regen gehen wir von einem guten Obstjahr aus.“

„Mit blauem Auge davongekommen“
„An den Eisheiligen sind wir laut ersten Schätzungen wohl mit einem blauen Auge davongekommen“, meint auch Stefan Kastenhofer von der Landwirtschaftskammer OÖ. Äpfel und Birnen seien kein Thema gewesen, Bodenkulturen und Gemüse wie auch Kürbisse hingegen schon.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung