Halbfinal-Duell

„Besonders, gegen den ältesten Freund zu spielen“

In der Handball-Meisterliga treffen im Halbfinale die BT Füchse und die Fivers Margareten aufeinander und damit zwei Salzburger Freunde. Damit steht fest: Nur einer davon kommt ins Finale. Die „Krone“ sprach vorab mit den beiden Spielern über die Vorfreude, Wettschulden und was ein Finaleinzug bedeuten würde.

„Krone“: Was war euer erster Gedanke, als ihr gewusst habt, dass ihr euch im Halbfinale (Freitag, 18) duelliert?
Samuel Weiser: Er hat mir davor schon geschrieben, dass er hofft, dass wir das Viertelfinale gewinnen. Es ist schon etwas Besonderes, gegen den ältesten Freund ein Halbfinale zu spielen.
Jan Kroiss: Ich habe sein Spiel live geschaut und gehofft, dass ich gegen ihn spielen darf. Ich habe mich dann extrem gefreut für ihn. Jetzt, nach den ganzen Jahren, wo wir beide alles gegeben haben, gegeneinander zu spielen, ist schon sehr cool.

Habt ihr euch eine Wette ausgemacht?
Weiser: (lacht) Ehrlich gesagt, er schuldet mir noch immer einen Cheeseburger aus der vorigen Saison.
Kroiss: (lacht) Ja, den Cheeseburger schulde ich ihm noch. Aber ich glaube, es braucht keine Wette, es reicht, wenn man im Finale sein darf.

Was würde dir ein Finaleinzug bedeuten?
Weiser: Extrem viel. Es ist mein drittes Halbfinale. Es wäre extrem cool, mal wirklich einen Schritt mehr zu gehen. Das ist das größte, was du in Österreich erreichen kannst.
Kroiss: Als es am Anfang, nachdem ich zu den Füchsen gewechselt bin, schwierig war, habe ich zu kämpfen gehabt. Ich habe mich gefragt, ob ich nicht gut genug bin, um für ein Topteam zu spielen. Ich habe mich aufgerappelt und habe gut helfen können, dass wir ins Halbfinale gekommen sind. Es würde mir in der Hinsicht viel bedeuten, dass ich weiß, ich kann einer Mannschaft im Tor helfen. Ein Finaleinzug würde mir zeigen, dass sich das Kämpfen gelohnt hat.

Kroiss (in orange) und Weiser (2. v. rechts) spielten bereits in der Jugend zusammen.
Kroiss (in orange) und Weiser (2. v. rechts) spielten bereits in der Jugend zusammen.(Bild: Privat)

Was spricht für dein Team?
Weiser: Wir müssen über den Kampf und das Gemeinsame kommen, unser letztes Hemd am Platz lassen. Vielleicht ist das eine Stärke von uns.
Kroiss: Ich hoffe, dass wir lockerer spielen können, unser Soll ist erreicht. Vielleicht ist es ein Vorteil, dass wir Heimrecht haben und wir haben die ältere Mannschaft. Aber es wird sicher extrem eng werden.

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