Drama in Florida
55 Faultiere in Zoo gestorben: Polizei ermittelt
Dutzende Faultiere kamen in einem Tierpark im US-Bundesstaat Florida ums Leben, nun werden die Todesfälle sogar zu einem Fall für die Polizei. Tierschützer sprechen von einem „vorhersehbarem, sichtbarem und völlig vermeidbarem Leid“ der vierbeinigen Opfer.
Wegen Todesfällen musste der Faultier-Park „Sloth World Orlando“ bereits im April schließen – nun droht den Betreibern auch strafrechtliche Konsequenzen. Mittlerweile sind 55 Exemplare, die zuvor in der Einrichtung untergebracht waren, verstorben.
31 aus Peru importierte Tiere des Zoos in Florida waren von 2024 bis 2025 gestorben – einige kamen schon beim Transport ums Leben. Die nicht artgerechte Haltung soll zu dem Massensterben geführt wurden.
Die Faultiere wurden in einem Lagerhaus ohne Wasser und Strom gehalten. 21 Tiere starben an einem, wie der Vertreter von Sloth World bekannt gaben, an einem „Kälteschock“. Faultiere können ihre Körpertemperatur nicht so gut wie andere Säugetiere regulieren.
Bürgermeister: „Wussten nicht, was sie taten“
„Was in ,Sloth World‘ geschah, ist aufgrund der hohen Anzahl der dort gestorbenen Faultiere, insbesondere in so kurzer Zeit, einzigartig, aber das Geschäftsmodell ist nicht neu“, erklärte Sam Trull, vom Faultierinstitut, Costa Rica. „Offensichtlich wusste jemand nicht, was er tat, verstand die Tiere nicht und traf nicht die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen. Dafür wird er zur Rechenschaft gezogen. Es wird Untersuchungen geben, Untersuchungen sind bereits im Gange. Ziel ist es, so etwas in Zukunft zu verhindern“, versprach der Bürgermeister von Orange County, Jerry Demings.
Tierpfleger kämpfen um Überleben weiterer Tiere
Einige überlebende Tiere wurden in den Central Florida Zoo gebracht, wo Tierpfleger sich um das Leben der Faultiere bemühen – doch für drei Exemplare kam jede Hilfe zu spät. Die Tiere waren unter anderem dehydriert und untergewichtig eingeliefert. „Wir kämpfen. Wir wollen, dass jedes einzelne dieser Faultiere überlebt. Und es ist jedes Mal ein schwerer Schlag für uns, wenn wir eines verlieren“, so Zoo-Chef Richard Glover.








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