Isabelle Huppert ist trotz ihrer 73 Jahre fleißig im Filmgeschäft, bringt laufend neue Streifen heraus. Die „Krone“ traf sich mit der französischen Legende, um über ihr neues Drama „Die reichste Frau der Welt“ (ab Freitag im Kino) zu sprechen.
Sie ist der berühmteste französische Filmstar der Welt: Isabelle Huppert ist trotz ihrer 73 Jahre weiterhin mittendrin im Geschäft, dreht laufend neue Filme. Im Herbst startet die in Wien gedrehte Vampir-Komödie „Die Blutgräfin“. Doch zuvor kommt ab Freitag ihr neues Drama „Die reichste Frau der Welt“ in die österreichischen Kinos. Es basiert lose auf der Geschichte von L‘Oréal-Erbin Liliane Bettencourt, die einem Erbschleicher verfiel und von ihm ausgenutzt wurde, bis ihre Familie sie entmündigte.
Im Film tragen alle Figuren andere Namen. Huppert erklärt: „In dieser Geschichte kennt jeder das Ende, aber niemand den Anfang. Das liebe ich an diesem Film, dass wir uns nicht auf den Skandal draufhauen, auf das Geld, die Manipulation, wie sie angeblich ihren Verstand verlor. Sondern erzählen, wie es dazu kam.“ Es sei nachvollziehbar, warum die Frau dem Einflüsterer Aufmerksamkeit schenkt: „Er bringt sie zum Lachen, er ist ein wenig eigenartig und immer überdrüber. Er traut sich, ihr Dinge zu sagen, die sie nicht gewohnt ist, zu hören – und das findet sie sofort anziehend. Das alles verführt sie. Und das bleibt auch, wenn er schreckliche Dinge über ihre Familie und ihre Vergangenheit sagt.“
Warum hat es diese Rolle Huppert angetan? „Es ist schwer zu erklären, warum eine Rolle sich für mich richtig anfühlt. Meistens sind es Figuren, mit denen ich die Zuschauer ohne die Worte aus dem Drehbuch erreichen kann, ein Gefühl abseits der Leinwand. Nennen Sie es Intuition. Rollen, die für mich weniger geeignet sind, finde ich, sind solche, die zu sentimental sind.“
An die Pension denkt sie nicht: „Für mich ist der richtige Weg, so viele Dinge wie möglich zu machen, die ich wirklich machen will. Ohne darüber nachzudenken, ob ein Projekt erfolgreich sein wird oder nicht. Das ist in meinem Fall natürlich ein großes Privileg.“ Jedes Projekt sei eine besondere Herausforderung: „Ich finde das Filmemachen immer noch wahnsinnig aufregend. Zu Beginn will ich aber nicht zu viel über einen Film wissen. Ich bin selbstsicher genug, um zu wissen, dass mir der Film selbst Tag für Tag sagen wird, was zu tun ist. Er weiß es, bevor ich es weiß. Dieses Gefühl mag ich.“
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