Neue Woche, neue Kuriositäten aus dem WM-Kabinett: Nach „Krone“-Informationen darf sich der ÖFB nach erfolgreichen Verhandlungen mit der FIFA über mehr Geld freuen.
Etwa 727 Millionen sollen alle Teilnehmer der Fußball-Weltmeisterschaft bekommen. Klingt im ersten Moment nach viel. Nach genauerer Betrachtung wird allerdings eine gewisse Prämien-Pflanzerei für Amerika deutlich ...
Die FIFA budgetiert den Mega-Event mit rund neun Milliarden (der Zyklus für 2026 wird gar auf 13,5 Milliarden beziffert), soll dabei gleich 3,5 Milliarden als Reingewinn selbst einstreichen. Nur acht Prozent des Budgets wandern in die Kassen der Verbände. „Hier beißt sich die Katze in den Schwanz“, sagt der Ex-UEFA-Funktionär und Insider Georg Pangl der „Krone“.
Inflationsbereinigt steigen die Mannschaften nun sogar schlechter aus. Der ÖFB und Co. hätte an die zehn Millionen kassieren sollen, profitabel soll die WM für Rot-Weiß-Rot nach eigenen Angaben erst ab der K.-o.-Phase werden. „Und das kann’s nicht sein. Hier zahlen die Verbände in Wahrheit drauf“, stellt Pangl klar.
Verhandlungen erfolgreich: ÖFB bekommt zwei Millionen mehr
Nun aber doch die Erhöhung: Nach erfolgreichen Verhandlungen in Vancouver – die Verhandlungen führte Vizepräsident Johannes Wutzlhofer für den ÖFB – erhält Österreich als teilnehmende Nation zwei Millionen Euro mehr. Eine Million davon sind für die Vorbereitungskosten vorgesehen, die andere Million stammt aus dem Einnahmetopf.
Insgesamt werden 871 Millionen US-Dollar (744 Millionen Euro) an die 48 Teams ausgeschüttet. Zuvor hatte die FIFA 727 Millionen Dollar vorgesehen.
Die FIFA begründete die Erhöhung 44 Tage vor dem Eröffnungsspiel mit dem kommerziellen Erfolg des Turniers. Die FIFA sei „stolz darauf, sich in der finanziell stabilsten Position ihrer Geschichte zu befinden, was es uns ermöglicht, all unseren Mitgliedsverbänden auf beispiellose Weise zu helfen. Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die Ressourcen der FIFA wieder in den Sport reinvestiert werden“, sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino laut einer Mitteilung.
2010 konnte die FIFA ungefähr 600 Millionen an Reingewinn aus dem Turnier pressen – die Steigerung in 16 Jahren ist demnach eklatant. Im Vergleich zur Klub-WM werden die Unterschiede noch deutlicher. Weltmeister Argentinien bekam für den Titel vor vier Jahren 50 Millionen, Klub-Weltmeister Chelsea vor wenigen Monaten dagegen 125.
Änderungen an den WM-Preisgeldern kommunizierte die FIFA nach der Sitzung keine. Wahrscheinlich bleibt es da bei den 50 Millionen.
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