Wie der Hase läuft. Nach einigem Theaterdonner, wohl auch manch echter Missstimmung haben sie sich bis gestern Abend geeinigt: ÖVP, SPÖ und Neos wissen, wie der Hase in den nächsten zweieinhalb Jahren läuft. Oder sagen wir richtiger: Wie sie die Staatsfinanzen bis Ende 2028 gestalten wollen. Sie haben sich darauf verständigt, 2,5 Milliarden einzusparen, unter anderem in den Ministerien und bei den Pensionisten. Die vielfach geforderte Senkung der Lohnnebenkosten will die Regierung schaffen. Ausgehen kann sich die Rechnung freilich nur dann, wenn die Annahmen aus dem April 2026 auch noch im Herbst 2028 gelten.
Dickes Ende. Die Realität kann eine ganz andere sein, als jene, die man sich jetzt mit Stand April 2026 ausgemalt hat. Denn das, was die Welt in den letzten Jahren und in besonderer Intensität in den vergangenen Monaten und Wochen zunächst rund um die Strafzölle Donald Trumps und erst recht zuletzt durch den Iran-Krieg erleben musste, ließ Prognosen von Wirtschaftsforschern und Finanzexperten immer wieder zur Makulatur zerfallen. Bevor wir zwei Jahre nach vorne schauen, blicken wir noch einmal kurz zwei Jahre zurück: Im Frühling und Sommer 2024 schwelgten die Wirtschaftsforscher und mit ihnen Kanzler und Finanzminister in optimistischen Szenarien. Sparen, so die Botschaft damals: überhaupt nicht notwendig. Es kam, wie wir wissen, ganz, ganz anders. Hoffen wir diesmal, dass es auch andersrum gehen kann, alles besser wird. Sogar für die Pensionisten. Wahrscheinlicher aber bleibt, dass das dicke Ende noch bevorsteht.
Kommen Sie gut durch den Mittwoch!
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