Digitale Post gedruckt

Zustellung nach Wunsch: Das kann der BriefButler

Wirtschaft
27.04.2026 21:01

Schneller, rund 90 Prozent billiger und trotzdem rechtlich voll gültig ist die digitale Zustellung von Briefen, doch manche Empfänger wollen ihn lieber ausgedruckt. Die heimische Firma BriefButler ermöglicht je nach Kunde  beides. Viele Gemeinden und Behörden nutzen dies schon, Firmen noch zu wenig.

Die Idee ist einfach: Wenn möglich, kommt das Schriftstück elektronisch zum Empfänger in dessen digitales Postfach. Ist dieser aber nicht erreichbar oder will das nicht, dann schaltet der BriefButler sozusagen um, druckt die Nachricht aus und sendet sie als normalen Brief zu.

Zum Start muss man sich dazu nur einmal registrieren und bekommt dann sein persönliches „Digital-Brieffach“. Der Empfänger kann das auch flexibel wählen, z. B. die Papier-Variante als üblicher Weg, die digitale Zustellung bei Abwesenheit, etwa im Urlaub. In beiden Fällen garantiert der BriefButler, dass das Schriftstück nachweislich den Empfänger erreicht hat. Besonders wichtig ist das natürlich bei amtlichen Dokumenten. Deshalb setzen schon Hunderte Gemeinden inklusive der Stadt Wien, die meisten Bundesländer, das Bundesrechenzentrum und einige Behörden auf diese Lösung.

Digitaler Brief spart Steuergeld und 76 Prozent CO2
Da die Zuschriften ohnehin am Computer erstellt werden, daher elektronisch vorhanden sind und auch gleich digital weitergeschickt werden können, ist das Ausdrucken als Brief an sich ein unnötiger Zusatzschritt. Bei der rein digitalen Variante sparen sich die öffentlichen Stellen so um die 90 Prozent der Versandkosten, also Steuergeld, und der Prozess kann vollautomatisch ablaufen. Zudem entsteht laut einer Studie so 76 Prozent weniger CO2. Wichtig auch: Die Daten der Empfänger bleiben verschlüsselt auf Servern in Österreich.

Entwickelt hat den BriefButler die Wiener Firma hpcDUAL. Während die Software in der öffentlichen Verwaltung schon häufig eingesetzt wird, gibt es noch großen Nachholbedarf bei privaten Firmen. Während Unternehmen nämlich verpflichtet sind, elektronische Sendungen von Behörden zu akzeptieren, geht es umgekehrt aber weiterhin nur mittels eingeschriebenem Brief. Das sei ein Ungleichgewicht, kritisiert Josef Schneider, Geschäftsführer von hpcDUAL. Im Regierungsprogramm ist eine Öffnung der digitalen Zustellung auch für die Privatwirtschaft zwar schon vorgesehen, braucht aber noch eine Änderung des Zustellgesetzes. 

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