Drama pur im zweiten Halbfinale des DFB-Pokals zwischen Stuttgart und Freiburg. In der Verlängerung wurde ein vermeintlicher Führungstreffer von Freiburg-Stürmer Lucas Höler nicht gegeben. Eine Entscheidung, die selbst bei Gegenspieler Deniz Undav auf Unverständnis stößt. „Ich wäre als Stürmer ausgerastet“, so der DFB-Teamspieler. Am Ende setzten sich dessen Stuttgarter mit 2:1 durch.
Mit 1:1 ging die Partie zwischen Stuttgart und Freiburg am Donnerstagabend in die Verlängerung. Dann die vermeintliche Führung für die Breisgauer. Freiburg-Stürmer Höler setzte sich in der 91. Minute gegen VfB-Verteidiger Jeff Chabot durch und traf in die Maschen.
Jubel kam aber keiner auf. Schiedsrichter Tobias Welz hatte die Aktion nämlich schon kurz vor dem Treffer wegen eines angeblichen Foulspiels abgepfiffen. Dadurch konnte auch der VAR nicht mehr eingreifen. Eine fatale Entscheidung, die für Frust bei den Freiburger sorgte und am Ende Folgen haben sollte.
„Das ist nicht richtig“
In der 119. Minute traf Stuttgarts Tiago Tomas entscheidend per Ferse – das Aus für den Sportclub aus Freiburg war besiegelt. Dementsprechend groß war der Ärger nach Abpfiff des Spiels. „Es wird bei drei Meter Abseits weitergespielt, dann lass hier auch weiterspielen. Dann kannst du es danach immer noch zurücknehmen, wenn es ein Foul war. In dieser Szene abzupfeifen, kurz vor dem Abschluss, das ist nicht richtig“, platzte Freiburg-Verteidiger Matthias Ginter im Sky-Interview der Kragen.
An der Leistung von Schiedsrichter Welz ließ er kein gutes Haar. „Es ist eine Fehlentscheidung. Ich habe schon vor zwei Wochen etwas gesagt, da durfte ich 15.000 Euro Strafe zahlen“, schüttelte Ginter den Kopf. Unterstützung erhielt er ausgerechnet von Gegenspieler Deniz Undav.
Große Enttäuschung beim SC
„Ich wäre als Stürmer ausgerastet“, so der DFB-Kicker und weiter: „Das ist nie und nimmer ein Foul. Wir haben natürlich jetzt gewonnen, ich bin zufrieden. Aber ich muss sagen, dass ich mit der Leistung des Schiedsrichters nicht zufrieden bin.“ Zudem habe der Stuttgarter den Eindruck gehabt, dass Welz „nicht mit sich reden lassen wollte.“
Am Ende bleibt ein bitteres Freiburger Ausscheiden, während die Stuttgarter im Finale gegen die schier übermächtigen Bayern antreten dürfen. „Das ist hart. Du schießt ein reguläres Tor, und es wird leider abgepfiffen. Entschuldigung, aber das ist kein Foul. Das tut weh“, zieht Freiburg-Trainer Julian Schuster gegenüber der ARD ein abschließendes Fazit des Pokalabends.
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