Für die Modernisierung der Infrastruktur in Graz wird auch weiterhin investiert: Verbesserungen im Öffi‑Netz, neue Wasser‑, Energie‑ und Fernwärmeleitungen, moderne Kanalsysteme und die Erneuerung von Straßen, Rad- und Gehwegen stärken die Versorgungssicherheit und machen Graz zukunftsfit.
Ein aktuelles Projekt ist die umfassende Neugestaltung der Elisabethinergasse. Bis 30. Oktober 2026 entsteht auf dem Abschnitt zwischen der Josef‑Huber‑Gasse und der Prankergasse ein moderner, sicherer Straßenraum mit barrierefreien Haltestellen, sanierten Fahrbahnen und Gehsteigen sowie optimierten Ampelanlagen. Neue Grünflächen erhöhen zusätzlich die Aufenthaltsqualität und verbessern das Mikroklima.
Zusätzlich erfolgen umfangreiche Leitungs- und Infrastrukturarbeiten – darunter die Erneuerung von Fernwärme-, Wasser- und Stromleitungen sowie des Kanals – und die Installation einer modernen, energieeffizienten Straßenbeleuchtung.
Versorgungsleitungen in der Puntigamer Straße
Auch in der Puntigamer Straße werden seit 30. März bis 30. Oktober 2026 wichtige Leitungen für die Grazer Wasser- und Fernwärmeversorgung erneuert. Die Arbeiten sichern langfristig die Versorgung und stärken die Infrastruktur für die Trinkwasser- und Fernwärmeversorgung der Grazer:innen.
Die bestehende, rund sieben Kilometer lange Wassertransportleitung vom Wasserwerk Feldkirchen wird durch eine moderne, zukunftssichere Transportleitung ersetzt. Sie ist zentral für die tägliche Wasserversorgung, da etwa 15 Prozent des städtischen Wasserbedarfs – in Spitzenzeiten bis zu 50 Prozent – über Feldkirchen gedeckt werden. Die Holding Graz setzt dabei auf vollständiges Recycling: Rund 250 Tonnen Material der alten Wasserleitung werden wiederverwertet, und auch die neuen Rohre bestehen vollständig aus recyceltem Stahl, der am Ende seiner Lebensdauer erneut recycelt werden kann.
Parallel dazu entsteht zwischen der Puntigamer Brücke und der Herrgottwiesgasse eine neue Fernwärmeleitung, die die Versorgung in Puntigam und im Gebiet Triester Straße‑Süd stärkt.
Zwei Gleise und ein neuer Kanal für Mariatrost
Ein weiteres zentrales Projekt ist der zweigleisige Ausbau der Linie 1 in Mariatrost. Mit der Inbetriebnahme im März 2028 ermöglicht er künftig kürzere Intervalle und mehr Zuverlässigkeit: Statt des bisherigen 10‑Minuten‑Takts können die Trams dank des neuen zweiten Gleises zwischen Auersperggasse und der Haltestelle Mariagrün in den Frühspitzen bis zu allen 6 Minuten fahren. Gleichzeitig werden in der Hilmteichstraße der Geh- und Radweg ausgebaut und der Grünraum neugestaltet.
Parallel dazu entsteht ein rund 630 Meter langer Speicherkanal, der bei Starkregen Mischwasser zurückhält und kontrolliert ableitet – ein wichtiger Beitrag für Umwelt und Gewässerschutz.
Straßenbahnbetriebshof Steyrergasse Süd
Mit dem Projekt „Maintenance Graz Linien“ entsteht bis Juli 2030 eine modernisierte Werkstätten- und Remiseninfrastruktur am Straßenbahnbetriebshof Steyrergasse Süd. Sie bildet die Grundlage für einen zukunftsfähigen Betrieb der Graz Linien.
Zum Um‑ und Neubau gehören unter anderem die Dekontaminierung des Bodens aus dem ehemaligen Stadtgaswerk samt Bau einer Tiefgarage für die interne Nutzung, der Bau einer Abstellhalle für die neuen, längeren Straßenbahnen, der Neu- und Umbau einer Betriebswerkstätte und einer Hauptwerkstätte sowie die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf ca. 11.000 m² Dachfläche.
Alle Infos zu den Projekten, Bauvorhaben und Verkehrsführungen gibt’s unter holding-graz.at/grazbautaus.