Olympia-Helden geehrt

Nach den Winterspielen ist vor Weltmeisterschaften

Sport
13.04.2026 18:02
Porträt von Dorian Seistock
Porträt von Sophie Hartl
Von Dorian Seistock und Sophie Hartl

Feierlicher Empfang für Niederösterrsichs Olympia-Helden! Von Österreichs 18 Olympischen und 13 Paralympischen Medaillen, gingen zwölf Edelmetalle an Athleten aus Niederösterreich. Eine Bilanz, die in die blau-gelbe Sportgeschichte eingeht! Für fast alle steht 2027 schon das nächste Großereignis an.

Che confusione, sarà perché ti amo“, hallte es für den richtigen Italo-Flair am Montag in der Wiener Innenstadt durch das Palais Niederösterreich. Die blau-gelben Para- und Olympischen Medaillen-Helden ließen sich für ihre Erfolge in Mailand und Cortina von Sportlandesrat Udo Landbauer ehren und vom Publikum ordentlich feiern.

Zurecht. Mit zwölf von insgesamt 31 Edelmetallen waren es für das Bundesland die erfolgreichsten Spiele aller Zeiten. „Auszeichnungen für unglaublich harte Arbeit, die sonst keiner machen könnte. Vor allem aber seid ihr Vorbilder, animiert die Jungen zum Sport – und das ist für uns als Land das Wichtigste“, zeigte sich Landbauer stolz.

Kathi Huber jagt trotz Goldener noch das erste Weltcup-Podest
Kathi Huber jagt trotz Goldener noch das erste Weltcup-Podest(Bild: AFP/STEFANO RELLANDINI)

Der im Snowboard-Cross bronzene Jakob Dusek spürt die positiven Nachwehen bis heute. „Das ist schon nochmal was anderes als eine WM-Medaille“, so der 29-jährige Herzogenburger.

Fünf Ringe wieder im Visier
Slalom-Ass Kathi Huber wusste das schon, hat heuer in der Team-Kombi bereits ihre zweite Goldene (Mannschaftsbewerb 2022 in Peking) mitheimgenommen. Und das ohne je auf einem Weltcup-Podest gestanden zu sein. „Das ist mein nächstes Ziel, es steht ja die Weltmeisterschaft in Crans Montana vor der Tür“, hat die 30-Jährige aus St. Georgen am Reith den Blick nach vorne gerichtet.

Benjamin Karl wechselte vom Snowboard zum Fahrrad
Benjamin Karl wechselte vom Snowboard zum Fahrrad(Bild: Benjamin Karl)

Apropos WM. So eine gibt’s 2027 auch für Dusek und die Snowboarder, am Montafon. Aber wohl ohne Doppel-Olympiasieger Benni Karl. Der 40-jährige Wilhelmsburger wechselte Brett gegen Reifen, visiert – sollte Cyclocross winterolympisch werden – die fünf Ringe aber schon wieder an. „Wär geil oder? Es macht mir das Training aber schon so viel Freude – ich bin einfach richtig glücklich.“

Wie auch das paralympische Geschwisterduo Johannes und Veronika Aigner, das gemeinsam neun der dreizehn Medaillen einfuhr. Während „Vroni“ erst 2027 (ebenfalls WM-Jahr) mit dem Comeback von Guide und Schwester Elisabeth wieder die Ski anschnallt, sorgte „Hansi“ für den humoristischen Abschluss: „Es ist schon genug geredet worden. Macht’s einfach Sport und habt’s Spaß dabei!“

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