Bischofshofen und Seekirchen feierten in der Westliga am Freitag Derbysiege und untermauerten ihre starke Saison. Auch St. Johann gewann. Die Pongauer holten gegen Kufstein den zweiten Erfolg unter Neo-Coach Bernhard Kletzl.
Die Unruhe rund um die Platz-Causa sowie der Gründung eines neuen Klubs in Bischofshofen (BSK) scheinen die Kicker des BSK bestens wegzustecken. Im Salzburger Derby der Regionalliga West gewannen die Pongauer bei Krisenkind Saalfelden mit 3:1 (2:0) und holten damit erstmals seit zwei Partien wieder einen Dreier. Die Gäste von Trainer Sean Caldwell nutzten dabei ihre Chancen eiskalt. „Es war vielleicht nicht unsere beste Leistung. Wichtig war am Ende, dass wir unsere Chancen genutzt haben“ sagte Bischofshofen-Kapitän Mirnes Kahrimanovic nach der Partie.
Bischofshofen mit ordentlicher Portion Glück
Die Bischofshofener gingen schon früh durch Albin Begovic (4.) mit 1:0 in Führung, Konstantinos Chatzipirpiridis legte mit dem Pausenpfiff und einer Angriffskopie das 2:0 nach. Davon konnten die Pinzgauer nur träumen, scheiterten mal wieder an der eigenen Chancenverwertung. Joao Pedro Gomez da Silva setzte die Kugel gleich zweimal an die Stange. Bischofshofens Jekabs Laguns klärte nach Wiederbeginn in letzter Not auf der Linie.
„Wir waren ganz gut in der Partie und wurden für jeden Fehler bestraft. Wir haben dann aber auch die Stange getroffen. Der Ball wollte einfach nicht ins Tor. So haben wir die Niederlage einfach nicht verdient“, haderte Pinzgau-Trainer Adonis Spica nach der Pleite gegen seinen Ex-Klub.
Der Ball wollte einfach nicht ins Tor. So haben wir die Niederlage einfach nicht verdient.
Adonis SPICA, Cheftrainer FC Pinzgau
Den Kampf konnte man den Pinzgauern an diesem Abend vor einer Trauerkulisse von nur 74 Zuschauern allerdings nicht absprechen. Die Hausherren nutzten eine der vielen Unsicherheiten von BSK-Schlussmann Alexander Hillebrand und erzielten durch den zuvor glücklosen Da Silva noch den 1:2-Anschlusstreffer. Das Schlusswort hatten dann aber doch die abgezockteren Pongauer, setzten mit dem Treffer von Orlando-Rahim Azzef zum 3:1 den Deckel auf die Partie. „Wir sind eine extrem junge Mannschaft und Spielen viel mit Bauchgefühl. Wir versuchen, kreativ zu sein. Das gelingt uns ganz gut“, erklärte Derbysieger Kahrimanovic abschließend.
Seekirchen ringt in Westliga-Hit Kuchl nieder
Einen Derbysieg feierte auch Aufsteiger Seekirchen. Die Wallerseer kämpften im Topspiel Kuchl daheim knapp mit 2:1 nieder. Nach der Führung von Patrick Brugger gichen die Tennengauer durch Thomas Mauberger aus. In der 90. Minute sicherten sich die Flachgauer durch einen Treffer von Ben Leitenstorfer doch noch den Dreier – 2:1. Der Lucky-Punch wurde am Wallersee lautstark gefeiert, kannte sogar der Platzsprecher kein Halten mehr. „Wir haben momentan auch aufgrund der Ausfälle ordentlich zu kämpfen“, haderte Kuchls Cheftrainer Thomas Hofer, während sein Gegenüber Grund zu Strahlen hatte.
„Wenn man das Spiel über 90 Minuten sieht, war es für Kuchl noch ein schönes Ergebnis. Ich versuche meine Emotionen unter Kontrolle zu halten. Ich bin ja ein besonnener Mensch. Mit dem Lucky-Punch war es am Ende aber umso schöner“, freute sich Seekirchen-Trainer Mario Lapkalo nach der Partie.
St. Johann biegt daheim Kufstein
Ebenfalls strahlende Gesichter gab‘s am Abend in St. Johann. Der Nachzügler aus dem Pongau besiegte Kufstein daheim mit 2:0. Youngster Raphael Kosakiewic und Mehmet-Akif Öztürk in der Nachspielzeit fixierten den Dreier. Wals-Grünau duelliert sich am Samstag (15) daheim mit Lauterach.
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