Verzweifelter Hilferuf aus der Weststeiermark: Eine junge Hofbesitzerin sucht dringend Paten, Gnadenhofplätze oder empathische Mitbewohner. Dadurch möchte sie das Leben von 13 Rindern retten.
Der weststeirische Hof hat schon eine lange Geschichte hinter sich, seit dem Jahr 1920 gibt es ihn. „Früher war er ein Milchbetrieb“, erzählt Kerstin Hausegger von ihrem Elternhaus. Doch die große Tierfreundin wollte keinesfalls, dass die Kühe geschlachtet würden, sobald sie nicht mehr „liefern“ und wandelte den Bauernhof nach und nach in einen „Lebenshof“ um. Genauer: den „Lebenshof Kelly“, nach dem Lieblingstier der 31-Jährigen, das hier paradiesische Lebensumstände vorfand.
„Der Opa hat mir als Kind damals das Kalberl geschenkt, und ich hab es auf dem Schoß gehalten und mit ihm gekuschelt.“ Daraus entwickelte sich eine so innige wie ungewöhnliche Freundschaft zwischen Mensch und Tier, mit vielen Streicheleinheiten. „Kelly“ kam sogar mit auf Spaziergänge in der Gegend und hatte ihre eigene Matratze im Garten, auf der sie herrlich schlief!
Paten, neue Plätze oder Mitarbeiter
Mittlerweile ist „Kelly“ mit 17 Jahren eines natürlichen Todes gestorben – aber 13 Rinder sind noch da. Und um sie macht sich Kerstin seit ihrer verheerenden Diagnose die größten Sorgen: „Ich habe Rheuma, und das mittlerweile so schlimm, dass ich kaum mehr gehen kann und ständig Schmerzen habe.“ So heftige, dass „ich es nicht mehr schaffe, so wie früher selbst Heu zu machen für die Tiere oder sie richtig gut zu versorgen.“ Ihre am Hof lebende Mama ist auch schon älter, der Opa 92, „beide sind also auch nicht mehr so belastbar“.
Die Sorge um die sichere Zukunft ihrer Tiere belastet die kranke Steirerin zutiefst. „Ich möchte keinesfalls, dass sie beim Schlachter landen! Aber jetzt geht mir das Geld aus, weil ja keines mehr über Milchprodukte, die wir ab Hof verkauft haben, hereinkommt und ich darüberhinaus nicht mehr arbeiten gehen kann. Und trotz aller Bemühungen hab ich erst zwei Paten für meine Tiere gefunden.“ Mit Patenschaften hofft sie, eine Arbeitskraft finanzieren zu können.
Viel Zuspruch, aber keine Lösungen
Ihr verzweifelter Hilferuf auf sozialen Medien machte schnell die Runde und brachte viel tröstlichen Zuspruch – aber bislang leider keine Lösungen. „Ich wäre auch für andere Ideen offen, etwa für garantierte Gnadenplätze oder auch, dass jemand hier bei uns wohnt und dafür die Tiere versorgt. Hauptsache, sie haben ihr sicheres Ableben.“
Anfragen leiten wir gerne weiter. Bitte per Mail unter steirer@kronenzeitung.at, Kennwort Kerstin.
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