Die beiden Manager Harald Gärtner (Europa) und Lukas Grether (Interantional) sind das „Bindeglied“ von Wacker Innsbruck zum strategischen Partner Los Angeles FC. Die „Krone“ sprach mit dem Duo über die Entscheidungen, die Rolle von Bayern München und die Zukunft des Tiroler Traditionsvereins.
„Krone“: Seid ihr die heimlichen Bosse von Wacker?
Gärtner: Nein, sind wir nicht. Wir sehen uns als Partner, stehen in engem Austausch mit Vorstand und Trainer und bringen unsere Erfahrung ein. Meine Position ist Geschäftsführer Europa bei LAFC.
Grether: Ich bin als Geschäftsführer International bei LAFC tätig. Neben unserer Zusammenarbeit mit dem Grasshopper Club Zürich und dem FC Wacker Innsbruck haben wir mit Red&Gold Football auch ein Joint Venture zur Nachwuchsentwicklung gemeinsam mit dem FC Bayern München. Darüber arbeiten wir mit verschiedenen Klubs und Akademien in Uruguay, Westafrika, Ecuador und Südkorea zusammen. In Innsbruck sind wir strategischer Partner.
Bei Entscheidungen ist wer die letzte Instanz? Ihr?
Gärtner: Entscheidungen treffen wir in der Gruppe. Unser Ziel ist es, den Verein zu professionalisieren. Unsere sportliche Vision ist ehrgeizig, ja. Aber wir wollen auch eine Plattform für Talente aus unserem Netzwerk und aus Tirol sein. Es gibt dabei klarerweise auch kritische Auseinandersetzungen im Klub, aber am Ende sagt man: Das ist der Weg, den wir gemeinsam gehen wollen.
Welche Rolle spielt dabei Bayern München?
Grether: Der strategische Partner von Wacker ist LAFC. Aus dem Joint Venture Red&Gold Football kommen Spieler wie die Uruguayer Rodriguez und Marichal sowie Sy aus dem Senegal und Owusu aus Ghana.
Feiert man in Los Angeles schon den Meistertitel von Wacker Innsbruck?
Grether: Man ist auf jeden Fall sehr begeistert von der Entwicklung der letzten drei Jahre. Aber über den Titel sprechen wir, wenn er fix ist.
Der nächste Schritt ist die Rückkehr ins Profi-Geschäft. Wohl der schwerste. Muss man das Team umbauen?
Grether: Alle bisherigen Schritte waren nicht leicht, auch wenn es souverän ausgesehen hat. Die Arbeit war gut. Ein Vorteil: Die Mannschaft ist eingespielt und wurde qualitativ immer weiterentwickelt. Jetzt sind wieder drei Spieler dazugekommen, die uns helfen werden.
Gärtner: Wir vertrauen in die Mannschaft, das Trainerteam – und in das Entwicklungspotenzial. Wir haben stets Spieler gesucht, die das mitbringen, und vertrauen auf das Eingespielte – ohne uns zu verschließen, Spieler dazu zu holen, die uns weiterbringen. Blauäugig gehen wir nicht in die Zweite Liga – wir wissen, was da auf uns zukommen wird.
Wunschziel bleibt der Durchmarsch?
Gärtner: Unsere sportliche Vision ist ehrgeizig, aber die Realität sieht anders aus. Durch so eine Liga marschiert man nicht einfach durch. So vermessen sind wir nicht.
War die jüngste Generalversammlung schwierig?
Gärtner: Da hat’s in der Geschichte wohl schon schwierigere Generalversammlungen gegeben. Es war spannend, der Verein lebt. Es gibt Themen wie etwa die Situation der Markenrechte. Lösen kann man alles nur gemeinsam.
Grether: Diese Versammlungen sind für uns extrem wichtig. Es ist essenziell, die Mitglieder auf dem Weg mitzunehmen.
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