Malediven-Unglück
Leichen der italienischen Taucher gefunden
Die schwierige Bergungsoperation der fünf verunglückten Taucher auf den Malediven, die sogar einem Rettungstaucher das Leben kostete, könnte diese Woche abgeschlossen werden: Die verbliebenen vier Leichen wurden lokalisiert.
Mittlerweile ist es ein Tauchkrimi in vier Akten, der sechs Menschen das Leben gekostet hat. Nach der intensiven Suche nach den übrigen vier Verunglückten meldeten die maledivischen Streitkräfte Maldives National Defence Force (MNDF) am Montag, dass die verbliebenen vier Leichen der italienischen Taucher verortet werden konnten und in den kommenden Tagen geborgen werden sollen.
Konkret handelt es sich dabei um die Leichen einer 51-jährigen Meeresbiologin aus Genua, ihrer 22-jährigen Tochter, einer 31-jährigen Forscherin und einem 31-jährigen Taucher, nach denen mit Nachdruck gesucht worden war. Die Leiche des fünften Mitglieds der Tauchgruppe – des Tauchlehrers – wurde bereits am Freitag geborgen. Die Gruppe wollte unter anderem die Unterwasserhöhlen von Alimathaa erforschen, wo ihnen das Labyrinth aus Korallenhöhlen scheinbar zum Verhängnis und sie offenbar unter Wasser eingeschlossen wurden.
Die Leichen seien bei einer gemeinsamen Such- und Bergungsaktion der Küstenwache, der Polizei und eines vom italienischen Staat unterstützten Expertenteams in einer Höhle im Vaavu-Atoll entdeckt worden, erklärte die MNDF über die Plattform X. Weitere Tauchgänge seien geplant, um die Körper zu bergen. Zur Unterstützung der Bergungsarbeiten trafen am Montag drei finnische Höhlentaucher ein.
The bodies of four missing divers has been located inside the Vaavu atoll cave on a joint search & recovery operation conducted by MNDF CG, @PoliceMv, & a team of experts arranged by the Italian Government. Further dives to be carried out in the coming days to recover the bodies.
— Maldives National Defence Force (@MNDF_Official) May 18, 2026
Schwierige Bergungsoperation
Die Organisation DAN Europe, mit der die finnischen Taucher zusammenarbeiten, sprach von einer „komplexen und risikoreichen Bergungsoperation“ in großer Tiefe und innerhalb eines schwer zugänglichen Höhlensystems. Die kommenden Stunden würden vollständig der Überprüfung der Ausrüstung, der Logistik, der Bewertung der Umweltbedingungen sowie der detaillierten Einsatzplanung gewidmet sein. Erschwert werden die Arbeiten zusätzlich durch schlechte Wetter- und Seebedingungen.
Galten als erfahrene Taucher
Im Rahmen einer einwöchigen Kreuzfahrt von Malé aus erkundete eine Tauchgruppe aus fünf italienischen Tauchern auf den Malediven eine Unterwasserhöhle in rund 60 Metern Tiefe. Die drei Frauen und zwei Männer tauchten aber nicht mehr lebend auf. Die Gruppe hatte vom Safarischiff „Duke of York“ – einer 36 Meter langen Jacht – aus nahe Alimathaa (Vaavu-Atoll) am Donnerstag den Tauchgang gestartet und wurde am Freitagnachmittag als vermisst gemeldet.
Während eine Leiche bereits am Freitag geborgen werden konnte, ging die Suche nach den vier Verbliebenen unter erschwerten Wetterbedingungen weiter. Ein Rettungstaucher der maledivischen Streitkräfte war am Samstag während der Suchaktion nach einem Tauchgang an den Folgen einer Dekompressionskrankheit im Krankenhaus verstorben.









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