Es ist wohl nicht das letzte Mal, dass eine Baustelle die Grazer Politik im Wahljahr beschäftigen wird: Philipp Pointner von den NEOS kritisiert den Zustand am zentralen Bischofplatz, gerade für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen ortet er Gefahr. Das Rathaus verspricht rasche Verbesserungen.
Optisch sollen Tummel- und Bischofplatz ab 2027 wesentlich attraktiver sein als derzeit – bis dahin ist es aber noch ein langer Baustellen-Weg. Seit einem Monat wird am Bischofsplatz gearbeitet, er ist aufgerissen: „Der lose Untergrund und die ungesicherte Baustelle sind gefährlich – besonders für Menschen mit Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen. Das ist eine Zumutung“, ärgert sich NEOS-Fraktionsvorsitzender Philipp Pointner.
Es fehle auch ein Gefahren- und Baustellenhinweis, wenn man vom Tummelplatz kommt: „Die ausgeschilderte Begegnungszone ist damit eine echt gefährliche Begegnungszone mit Baufahrzeugen.“
Der lose Untergrund und die ungesicherte Baustelle sind gefährlich – besonders für Menschen mit Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen.
Philipp Pointner
Pointner kritisiert insgesamt die mangelnde Berücksichtigung von Barrierefreiheit in der städtischen Infrastrukturplanung. Er fordert, dass sie künftig von Anfang an in Bauprojekte integriert ist – und regelmäßige Kontrollen. „Es ist höchste Zeit, dass Graz aufwacht!“
„Das nehmen wir sehr ernst“
„Wir wissen, dass die Situation am Bischofplatz derzeit für viele Menschen herausfordernd ist - besonders für Personen mit Mobilitätseinschränkungen oder mit Kinderwagen. Das nehmen wir sehr ernst“, heißt es aus dem Büro von Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne).
Aktuell werden dort Arbeiten für die zukünftigen Baumstandorte durchgeführt. Dafür sind größere Grabungen notwendig, die zu einem unebenen Untergrund führen: „Wir haben die Baufirma beauftragt, hier rasch und mit Hochdruck nachzubessern: In den kommenden Tagen wird ein provisorischer, möglichst ebener Weg über den Platz hergestellt und klar gekennzeichnet, damit die Nutzung für alle sicherer und einfacher wird.“
Die Pflasterungsarbeiten sind für Mai vorgesehen. Dann sollte der Bischofsplatz wieder gut und barrierearm nutzbar sein.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.