Auszeichnungen bei der Diagonale in Graz: „B wie Bartleby“ von Angela Summereder und „Baba, What’s Your Plan?“ von Tolga Karaaslan gewinnen den Wettbewerb, Schauspielpreise gibt es für Valerie Pachner und Julia Franz Richter.
Ganze 128.500 Euro an Preisgeldern machen die Diagonale zum höchstdotierten Filmfestival Österreichs. Jurys haben in den vergangenen Tagen die 82 Filme bewertet, die im Wettbewerb heuer vertreten waren. Am Montagabend wurden die goldenen Diagonale-Nüsse, die jeder Preisträger erhält, im Grazer Annenhof-Kino überreicht.
Als bester Spielfilm wurde Angela Summereders „B wie Bartleby“ ausgezeichnet. Er „schafft mit bemerkenswerter Leichtigkeit einen großzügigen filmischen Raum“, begründete die Jury. Neben den 15.000 Euro vom Kulturressort des Landes wurden an die Siegerin noch weitere Sach- und Geldpreise in Höhe von 8000 Euro verliehen.
Der Preis für den besten Dokumentarfilm geht an Tolga Karaaslan für „Baba, What’s Your Plan?“ über einen Mann, der auf seine Invaliditätspension wartet. Der Film habe sich mit einem feinen Gespür für Rhythmus und dem Vertrauen auf eine sachliche Erzählung ohne Verbitterung eingelassen. „Er gibt einer Stimme Raum, die in der österreichischen Gesellschaft zu wenig Resonanzen erzeugt, und ist Würdigung und Liebeserklärung zugleich“, so die Jury. Zusätzlich zum Preis des Landes kamen auch hier Sach- und Geldpreise in Höhe von 8000 Euro. Der Publikumspreis geht an „The Stories“ von Abu Bakr Shawky.
Über die Schauspielpreise dürfen sich Valerie Pachner („Vier minus drei“) und Julia Franz Richter in „Welcome Home Baby“ (Andreas Prohaska) sowie in „Mother‘s Baby“ (Johanna Moder) freuen. In Pachners Rollengestaltung zeige sich emotionale Intensität ohne Pathos – ein feinfühliges nuanciertes Charakterporträt einer Frau, die ihr Leben zwischen Schmerz und Hoffnung balanciere, so die fünfköpfige Jury in ihrer Begründung. Die Auszeichnung für Richter fuße auf ihrer Leistung, in zwei Filmen sehr unterschiedliche Rollen zu verkörpern.
Positive Bilanz nach sechs Tagen Festival
Das Intendanz-Duo Claudia Slanar und Dominik Kamalzadeh zeigte sich in einem Gespräch mit der APA in einer ersten Bilanz angetan. Man habe noch keine endgültigen Zahlen, doch „es schaut sehr gut“ aus, so Slanar. Auch beim Innovationsfilm und beim Kurzfilm habe es regen Zuspruch gegeben. Sie bestätigten den Eindruck, dass es bei vielen Filmen restlos ausverkaufte Screenings gegeben habe.
Was das Budget der Diagonale betrifft, habe man noch ein Jahr in den jeweiligen Dreijahresverträgen mit Land Steiermark und Stadt Graz. Mit dem Kulturministerium gehe es im September in Verhandlungen, sagt Slanar.
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