Am Dienstag der Karwoche startet österreichweit die Pilgersaison. In Mariazell hat man sich dazu etwas überlegt: Ausgehend von einem historischen Bild des österreichischen Reise-Aquarellisten Eduard Gurk wurde eine Szene nachgestellt: Pilger beim Portal der Basilika.
Im Jahr 1832 entging Kronprinz Ferdinand einem Attentat und unternahm im Jahr darauf eine Pilgerfahrt zur Magna Mater Austriae in Mariazell. Er wurde vom damals 32-jährigen Maler Eduard Gurk begleitet, der den Pilgerweg vom Kaiserhof in Wien weg bis nach Mariazell in insgesamt 40 großartigen Aquarellansichten unter dem Titel „Eine malerische Reise“ dokumentierte. Ein Bild zeigt, wie kniende Pilger am Endpunkt ihrer Reise an der Kirchenpforte empfangen werden.
Mitglieder des Mariazeller Theatervereins haben auf Initiative des Via-Sacra-Pilgervereins und angestoßen durch eine Idee von Buchautor Christian Hlavac und Hermine Butter die Szene neu interpretiert: Es geht dabei aber nicht um Detailtreue der alten Alltags- und Pilgerkleidung, sondern um eine Darstellung aktuellen Pilgerlebens, so Butter, die „wir nicht historisch, sondern zeitgemäß begleiten möchten“.
Hauptportal nur sehr selten geöffnet
Nach der Vorlage des alten Aquarells werden die Darsteller an ihren Ort eingewiesen. Angeleitet werden sie vom Mariazeller Foto-Chronisten Josef Kuss – von einer Leiter aus, um den Blickwinkel optimal nachstellen zu können. „Geprobt“ wird nicht, auch – und das ist in Mariazell nicht immer selbstverständlich – das Wetter spielt mit: Es bleibt bei einzelnen winzigen Regentropfen.
Das Besondere dieser Szene ist, dass das geöffnete Hauptportal einen Blick auf die silberverbrämte Gnadenkapelle freigibt – das kommt nur sehr selten vor. Es eröffnet sich ein rarer Blick in den Innenraum, den es so schnell nicht wieder geben wird.
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