Nein, es geht hier nicht um eine öffentliche Vorverurteilung oder darum, jemandem die Karriere zu zerstören. Auch nicht um diesen brisanten Fall bzw. die Gewaltvorwürfe gegen Austropop-Star Christopher Seiler explizit. Die allfällige Schuldfrage muss ohnehin die Justiz klären.
Aber es ist doch auffällig, dass sonstige rot-weiß-rote Band- oder Künstlerkollegen jetzt nicht aufstehen und ganz allgemein etwas zu Gewalt gegen Frauen zu sagen haben.
Außer am Weltfrauentag Sonntag vor einer Woche, wo auch bekannte Größen der heimischen Musikszene Wortspenden für unser „Krone bunt“-Cover lieferten. Jetzt treffen Vorwürfe einer körperlichen Attacke während einer Autofahrt einen aus der „Familie“.
Und schon herrscht dröhnendes Schweigen, alle gehen in Deckung. Nur kein falsches Wort sagen. So laut die Stars sonst auf den Bühnen sind und teils unkorrekt in ihren Texten, so „korrekt“ und leise sind sie jetzt. Also meine Herren und auch Damen: nur Mut, es ist noch Zeit, gegen Gewalt an Frauen aufzustehen. Dafür kann es nie ein falsches Wort geben!
Indes ist Christopher Seiler in der selbst gewählten Auszeit einen erfolgreichen Kampf gegen seine Dämonen zu wünschen.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.