Die Prüfer von Ernst & Young bezeichnen die Vorwürfe gegen Zagiczek und Werner als „substanzlos“.
Es waren schwere Vorwürfe, die in der Aufsichtsratssitzung der FK Austria Wien AG am 16. Jänner auf den Tisch kamen: Finanzvorstand Harald Zagiczek hatte im Zuge von Verhandlungen mit einem kroatischen Investorenvermittler nicht nur via privater E-Mail-Adresse Allmachtsfantasien geäußert, wonach er sich in einer zukünftigen Struktur als alleiniger Vorstand sehe. Der Wirtschaftsboss soll in weiterer Folge auch gewisse Vorteile für sich eingefordert haben, sollten sich mithilfe neuer Geldgeber die ungeliebten Investoren der Viola Invest aus dem Klub drängen lassen. Behauptete der Vermittler in einer eidesstattlichen Erklärung. Darüber hinaus ging es um einen inoffiziellen Tombola-Topf, aus dem 10.000 Euro für die Anbahnung von Stadion-Verkaufsgesprächen entnommen worden sein sollen. Gegen Jürgen Werner, bis August Sportvorstand, wurde der Vorwurf erhoben, er habe bei der Verpflichtung des ablösefreien Spielers Barry 20.000 Euro an zwei Agenturen freigegeben.
„Keine belastbaren Indizien“
Nun ist die von Austria beauftragte Untersuchung abgeschlossen. Ergebnis: Die Prüfer von Ernst & Young erachten sämtliche Vorwürfe als „substanzlos“ – in beiden Fällen. Man habe unter anderem Dokumente, E-Mail-Postfächer. Laptop- und Smartphone-Daten analysiert und intern wie extern Befragungen durchgeführt, dabei jedoch „keine belastbaren Indizien oder Hinweise identifiziert.“
Austria-Präsident Kurt Gollowitzer zeigte sich erfreut, dass nach einer unabhängigen Prüfung nun ein eindeutiges Ergebnis vorliege: „Damit ist die Sache für uns erledigt und wir richten den Blick nach vorne.“
Im Hintergrund wird freilich weiter um die Zukunft der Austria-AG-Anteile gefeilscht. Und gestritten.
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