An Verbündete der USA

Iran will Ölexporte bis Kriegsende nicht erlauben

Außenpolitik
10.03.2026 11:11
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die iranischen Revolutionsgarden wollen bis zum Ende des Kriegs keine Ölexporte an Verbündete der USA und Israels erlauben. Der Handel hänge unter Kriegsbedingungen „von der Sicherheit ab“, sagte der Sprecher der Elite-Armee, Ali Mohammad Naini.

„Die iranischen Streitkräfte werden bis auf Weiteres nicht zulassen, dass auch nur ein Liter Öl aus der Region an die feindliche Seite und ihre Partner exportiert wird“, sagte er. Ihre Bemühungen, die Preise für Öl und Gas zu senken und zu kontrollieren, würden nur vorübergehend und erfolglos sein. Am Montagabend hatten die Revolutionsgarden bereits Regierungen aufgefordert, Botschafterinnen und Botschafter aus Israel und den USA aus ihren Ländern auszuweisen, um die Durchfahrt ihrer Schiffe durch die Straße von Hormus wieder zu ermöglichen. „Jedes arabische oder europäische Land, das die israelischen und US-Botschafter aus seinem Gebiet ausweist, wird ab morgen die vollständige Freiheit und Befugnis haben, die Straße von Hormus zu passieren“, hieß es.

Durch den Krieg ist der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus stark beeinträchtigt worden. Durch die Meeresenge werden üblicherweise fast 20 Prozent des weltweiten Rohöls transportiert. Seit Kriegsbeginn haben die iranischen Streitkräfte dort mehrfach Öltanker angegriffen. Der Ölpreis war zwischenzeitlich auf über 100 Dollar (umgerechnet rund 86 Euro) pro Barrel gestiegen – es war der höchste Stand seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022. 

Trump: US-Marine könnte eskortieren
Inzwischen passieren kaum noch Schiffe die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Die iranische Führung weist Berichte über eine vollständige Sperrung zurück. US-Präsident Donald Trump warnte den Iran davor, weiter die weltweite Ölversorgung zu stören. Er denke darüber nach, die Straße von Hormus zu „übernehmen“, sagte er. Die US-Marine könne notfalls durchfahrende Schiffe eskortieren.

Öl- und Gasfelder würden derzeit ebenfalls geschlossen, sagte Johannes Benigni von der Energieberatungsfirma JBC Vienna. Es gehe um Hunderte Produktionsfelder im Persischen Golf. Wenn man diese Felder wieder reaktivieren wolle, dauere das Wochen bis Monate. Auch das Aufbauen der zerstörten Energieanlagen könne monatelang dauern, prognostizierte Benigni. Die Bombardierungen der Energie-Infrastruktur wirken sich laut ihm auf die Öl- und Gasversorgung, aber auch auf die Treibstoffentwicklung in Europa und auf die Inflation in Österreich aus.

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