Nach dem ersten mutmaßlichen Belästigungsopfer des bereits zurückgetretenen ORF-Generaldirektors sollen sich bei der Whistleblower-Hotline des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mehrere Frauen zu ähnlichen Fällen gemeldet haben.
Jene ORF-Mitarbeiterin, die mit Vorwürfen der sexuellen Belästigung gegenüber dem Generaldirektor Roland Weißmann an den Stiftungsrat herangetreten ist, hat einen regelrechten Stein ins Rollen gebracht.
Weitere mutmaßliche Opfer
Wie die „Krone“ erfuhr, soll sich mittlerweile ein weiteres mutmaßliches Opfer an jenes Hinweisgebersystem des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gewandt haben, das Missstände und Fehlentwicklungen im Unternehmen aufdecken will. Dem Vernehmen nach sollen sogar noch weitere Frauen ihre Stimme gegen Weißmann erhoben haben.
Die Stiftungsratsvorsitzenden Heinz Lederer (SPÖ) und Gregor Schütze (ÖVP) verneinten auf „Krone“-Nachfrage von weiteren Betroffenen zu wissen. Die nun mit dieser Causa betraute Taskforce wird hoffentlich bald etwas Licht ins Dunkel bringen.
Rücktritt am Sonntag
ORF-General Roland Weißmann war am Sonntag mit sofortiger Wirkung nach 31 Jahren im Unternehmen von seinem Posten zurückgetreten. Grund waren Vorwürfe sexueller Belästigung einer Mitarbeiterin – die Weißmann via Anwalt bestreitet. ORF-Urgestein Ingrid Thurnher übernahm den Posten.
Die Vorwürfe wegen „unangemessenen Verhaltens“ stammen aus dem Beginn seiner Amtszeit 2022. Die Mitarbeiterin, die sie erhoben hat, sei dem Stiftungsrat bekannt. Weißmann bestritt die Vorwürfe der sexuellen Belästigung kategorisch, gestand nur eine kurze, einvernehmliche Bekanntschaft vor seiner Wahl zum Generaldirektor ein. Es soll sich nicht um eine Moderatorin oder ein bekanntes TV-Gesicht handeln.
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