„Bin Business Angel“

Schillernder Hochstapler Danny K. vor Gericht

Gericht
11.03.2026 16:27

„Er hat das Blaue vom Himmel versprochen“, so der Staatsanwalt im Wiener Landl. Und habe eine Spur von finanzieller Verwüstung hinterlassen. Danny K. trat als wohlhabender Investor auf, umgab sich mit einflussreichen Größen – dahintersteckte laut Anklage aber nichts. Inkriminiert sind zwei Millionen Euro durch Betrügereien.

Er trat als schillernder Investor auf, umgab sich mit einflussreichen Persönlichkeiten und sprach immer über das große Geld. „Das war Schall und Rauch. Er zog eine Spur der Verwüstung in finanzieller Hinsicht“, so der Staatsanwalt beim Prozessauftakt gegen Danny K. Denn hinter der Fassade stecken 13 Verurteilungen in ganz Europa, ein Haufen Schulden und gefälschte Dokumente.

„Hat das Blaue vom Himmel versprochen“
Im Wiener Landl sitzt er jetzt wegen schwerem gewerbsmäßigen Betrugs. Es geht um zwei Millionen Euro Schaden, bei 400.000 Euro blieb es laut Anklage beim Versuch. Verursacht durch falsche Investitionsversprechen, Kreditvereinbarungen, nicht bezahlte Anwaltshonorare – einer Kanzlei sei er über 200.000 Euro schuldig geblieben –, Mieten und andere Leistungen. „Er hat das Blaue vom Himmel versprochen“, fasst der Staatsanwalt zusammen. Dabei gibt Danny K. vor, den Schöffen nun an, monatlich zwischen 10.000 und 15.000 Euro verdient zu haben mit seiner Autowerkstatt und einem Finanzbüro.

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Die Finanzierungsinstrumente, diese Investments, waren echt. Es war kein Fake. Es findet sich im Akt kein Beweis, dass es nicht echt gewesen ist.

Verteidigerin Astrid Wagner

Zur Anzeige kam es schließlich durch Privatpersonen nach einem gescheiterten Hotelprojekt in Baden (NÖ). 40 Betrugsfakten tauchten im Laufe des Ermittlungsverfahrens auf – die Zeugen sitzen in diversen Ländern. Dazu kommen noch fast zwei Dutzend Dokumentenfälschungen zum Nachweis von den vermeintlichen Millionen auf seinen Konten. Dass diese Unterlagen nicht echt sind, gibt der 43-Jährige auch zu. 

Normales Risiko von Investments?
Ein Betrüger will er aber nicht sein und spricht von einem normalen Risiko, dass Investitionen so mit sich bringen würden. „Es haben alle gewusst, worauf sie sich einlassen und dass das ein Risiko ist“, plädiert Verteidigerin Astrid Wagner. Danny K. rechtfertigt sich selbst: „Ich bin ein Business Angel.“ Das sind wohlhabende Privatpersonen, die als informelle Risikokapitalgeber in der Frühphase in junge Unternehmen investieren. Aufgegangen ist das wohl nicht …

An weiteren Prozesstagen werden zig Zeugen aussagen – auch Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache. Denn auch mit ihm soll der Niederländer Vereinbarungen getroffen haben, die beiden sind ehemalige Geschäftspartner.

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