KAC-Spieler Jordan Murray befindet sich weiterhin im Klinikum Klagenfurt, wird dort medizinisch betreut. Der Kanadier erlitt im Spiel gegen Fehervar einen Herz-Kreislauf-Stillstand, musste auf der Spielerbank reanimiert werden, war im künstlichen Tiefschlaf. Mittlerweile gibt es laut „Krone“-Infos positive Nachrichten aus dem Spital. Und die „Krone“ sprach mit einem Ersthelfer aus dem Publikum.
Viele Menschen haben in den letzten Stunden um Jordan Murray gebangt, die Anteilnahme nach den dramatischen Ereignissen in der Eishalle Klagenfurt beim Play-off-Auftakt gegen Fehervar war riesengroß. Der 33-jährige Kanadier erlitt einen Herz-Kreislauf-Stillstand, musste in einer lebensbedrohlichen Situation reanimiert werden.
Nach und nach kamen am Mittwoch positive Nachrichten aus dem Krankenhaus. Denn jetzt gib es das vorsichtige und doch große Aufatmen bei den Rotjacken: Jordan Murray, davor im künstlichen Tiefschlaf gewesen, ist laut „Krone“-Infos wieder bei Bewusstsein und auch ansprechbar.
Zuvor wurde die Mannschaft über die aktuellen Entwicklungen informiert. Das Eistraining wurde am Vormittag abgesagt, für die Spieler, Trainer und Betreuer gibt es die Möglichkeit des gemeinsamen Verarbeitens der bedrückenden Szenen vom Dienstagabend.
Und auch die nächsten Duelle zwischen KAC und Fehervar wurden ausgesetzt. Der frühestmögliche Zeitpunkt einer Fortsetzung (einer verkürzten Serie) ist kommenden Montag.
Stolzer Abobesitzer und eingefleischter KAC-Fan seit vielen Jahren. Der Kinder- und Notarzt Christoph Arneitz wollte am Dienstagabend nur einen entspannten Sportabend in der Kurve unter dem Gästesektor verbringen. Doch dann kam in Spielminute 18 bekanntlich alles anders, als Jordan Murray kollabierte.
„Als ich gesehen habe, dass lebenserhaltende Maßnahmen eingeleitet werden, habe ich mich dazu entschlossen, dass ich zur Spielerbank laufe und helfe“, schildert der 40-jährige, der auch bei der ARA-Flugrettung engagiert ist.
Gemeinsam mit den KAC-Teamärzten Hannes Florianz und Günther Bachler sowie ARA-Flugretter Patrick Sauper und einem ebenso anwesenden Anästhesisten aus dem Klinikum sei daraufhin alles getan worden, um Murray bestmöglich zu versorgen.
„Als Einheit zusammengehalten“
„Wir hatten alle Hände voll zu tun. Die Basismaßnahmen der Wiederbelebung – von Drücken bis Beatmen – wurden sehr gut umgesetzt. So auch die Sicherung der Atemwege und des Gefäßzugangs. Auch eine Defibrillation kam zur Anwendung, die Reanimation war perfekt“, erzählt der 40-Jährige. „Alle haben als Einheit zusammengehalten. Jeder hat versucht, zu helfen. Die Rettungskette war perfekt – auch das Management rundherum mit Abdecken, Spiel unterbrechen, die Zuseher rausschicken.“
„Mein größter Wunsch“
Für Arneitz war es nicht der erste medizinische Notfall im Eishockey. Der Klagenfurter hatte heuer im Jänner den schwerkranken Sohn des ehemaligen KAC-Verteidigers und aktuellen VSV-Cracks Steven Strong operiert, ihm dadurch auch das Leben gerettet. Bleibt zu hoffen, dass man Arneitz und Co. am Ende auch wirklich nicht nur als Ersthelfer, sondern definitiv als Lebensretter betiteln darf. „Das wäre mein größter Wunsch!“, so der Klagenfurter.
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