Blauer TV-Sieger. Wie haben Sie den Dienstag Abend verbracht? Vor dem Fernseher? Womöglich beim ORF? Haben Sie sich und Ihrer Familie vielleicht nicht „SOKO Donau“ und „Willkommen Österreich“ auf ORF 1 gegönnt, sondern haben den Abend auf ORF 2 verbracht? Dann sind Sie in den durchaus zweifelhaften Genuss von drei Stunden Innenpolitik gekommen. Mit wahnsinnig vielen Österreichern haben Sie Ihr Schicksal anfangs allerdings nicht geteilt. Denn zur Hauptabend-Sendungszeit waren gerade einmal 375.000 Zuschauer auf das Interview mit Bundeskanzler Stocker, seinem Vize Babler und seiner Vize-Vize Meinl-Reisinger neugierig. Nach dem Trio lieferte FPÖ-Chef Herbert Kickl in der ZiB2 ein Solo – und wurde von fast 150.000 Zusehern mehr dabei verfolgt. Der blaue Wahlsieger also auch als klarer blauer TV-Sieger.
Kickls Höchstleistung. Und, falls sie es selbst nicht gesehen haben: Was hat er denn nun gesagt, der sich im Öffentlich-Rechtlichen so rar machende FPÖ-Chef? Claus Pándi bewundert heute in seinem Kommentar in der „Krone“ vor allem Kickls „körperliche Höchstleistung“ bei seinem 17-minütigen Auftritt, denn: „Der FPÖ-Chef kann ohne Luft zu holen in einer Tour durchreden.“ Dadurch, dass Kickl „die Sendung im ORF gekapert und für sich alleine hatte“, musste er, findet unser Kommentator, „zu Fragen der Wirtschaft und des Budgets ein Solo hinlegen“. Das sei „ein Glücksfall“, weil das für aufmerksame Zuseher „zum erhellenden TV-Moment“ geworden sei. Pándi: „Man wurde nämlich Zeuge einer Luftnummer. Wie da der Frontmann der Freiheitlichen ins Schwimmen geriet und konfus von Milliarden hier und Milliarden dort … daherredete, machte man sich fast schon Sorgen um den Mann.“ Pándi gewann jedenfalls den Eindruck, „dass Herbert Kickl nach Jahrzehnten in der Politik nicht den Funken eines Plans für die Wirtschaft und damit für das Wohlergehen der Österreicher hat“. Ob der Ober-Blaue jemals beweisen wird können, beziehungsweise beweisen wird müssen, dass er einen Plan hat?
Kommen Sie gut durch den Donnerstag!
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