Der Druck auf Andrew Mountbatten-Windsor, früher bekannt als Prinz Andrew, und das Königshaus wächst weiter. Nach seiner kurzzeitigen Festnahme und neuen Vorwürfen fordern mehrere Regierungen aus dem Commonwealth offen, ihn aus der britischen Thronfolge zu entfernen. Derzeit steht er an der achten Stelle.
Der in Ungnade gefallene ehemalige Prinz Andrew steht seit Jahren wegen seiner Nähe zum verstorbenen US-Finanzier Jeffrey Epstein unter massivem Druck. Ein Missbrauchsopfer verklagte ihn – Andrew kaufte sich 2020 mit einer Millionenzahlung frei. Jetzt der nächste Knall: An seinem 66. Geburtstag wurde der Queen-Sohn kurzzeitig festgenommen!
Grund: In den neuen „Epstein‑Files“ tauchten E-Mails auf, die zeigen sollen, dass Andrew als britischer Handelsbeauftragter geheime Informationen an Epstein weitergegeben hat. Der Vorwurf lautet: Amtsmissbrauch. Doch trotz all dieser Skandale ist eines kaum zu glauben – theoretisch könnte Andrew im absoluten Ernstfall sogar noch König werden. In der Thronfolge steht er aktuell hinter Harrys Kindern Archie und Lilibet auf Platz acht.
Kanada fordert Konsequenzen
Ein No-Go für viele Commonwealth-Staaten! Besonders deutlich äußerte sich nun Kanadas Premierminister Mark Carney. Bei einem Pressetermin in Tokyo bezeichnete er Andrews Verhalten als „verwerflich“ und sprach sich klar dafür aus, ihn aus der Thronfolge zu streichen.
„Selbst wenn er weit hinten in der Reihenfolge steht – es geht um ein Prinzip“, sagte Carney vor Journalisten.
Unterstützung aus Australien und Neuseeland
Auch andere Commonwealth-Staaten signalisierten Unterstützung für einen solchen Schritt. Australiens Premierminister Anthony Albanese erklärte bereits, seine Regierung würde jede Initiative Großbritanniens unterstützen, Andrew aus der Thronfolge zu entfernen.
Ähnlich äußerte sich Neuseelands Regierungschef Christopher Luxon. Niemand stehe über dem Gesetz, betonte er. Sollte London nach Abschluss der Ermittlungen eine Änderung der Thronfolge planen, werde seine Regierung diese mittragen.
Gesetz nötig – Zustimmung vieler Staaten
Ein solcher Schritt wäre allerdings kompliziert. Die britische Regierung prüft derzeit eine entsprechende Gesetzesinitiative. Verteidigungsminister Luke Pollard erklärte gegenüber der BBC, es sei „das Richtige“, zu verhindern, dass Andrew jemals König werden könnte.
Um den ehemaligen Prinzen aus der Thronfolge zu entfernen, müsste das britische Parlament ein Gesetz verabschieden. Dieses müsste anschließend von beiden Parlamentskammern gebilligt und von König Charles III. unterzeichnet werden.
Darüber hinaus wäre auch die Zustimmung der 14 Commonwealth-Staaten, in denen der britische Monarch Staatsoberhaupt ist, erforderlich.
Historisches Vorbild aus 1936
Ein vergleichbarer Schritt ist äußerst selten. Zuletzt wurde ein Mitglied der königlichen Familie 1936 per Parlamentsbeschluss aus der Thronfolge gestrichen: Edward VIII. und seine Nachkommen verloren damals ihre Ansprüche nach seiner Abdankung.
Der Buckingham Palace äußerte sich bisher nicht öffentlich zu den Überlegungen der Regierung.
Fest steht jedoch: Der internationale Druck wächst – und die Debatte über Andrews Rolle in der Monarchie gewinnt zunehmend an Fahrt.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.