Nach Shitstorm

OpenAI schränkt Vereinbarung mit Pentagon ein

Digital
03.03.2026 07:33

OpenAI-Chef Sam Altman hat am Montag angekündigt, dass sein Unternehmen die Vereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium überarbeitet. „Wir haben mit dem Kriegsministerium daran gearbeitet, einige Ergänzungen in unsere Vereinbarung aufzunehmen, um unsere Prinzipien sehr deutlich zu machen“, erklärte Altman auf X.

In Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen darf das KI-System demnach „nicht absichtlich zur Überwachung von US-Bürgern und Staatsangehörigen im Inland eingesetzt werden“. „Der Schutz der bürgerlichen Freiheiten der Amerikaner ist von entscheidender Bedeutung“, betonte Altman.

Eine weitere Ergänzung besagt, dass das Pentagon zugesichert habe, OpenAI-Dienste würden nicht von militärischen Geheimdiensten wie der NSA genutzt. Jegliche Dienste für diese Behörden würden eine gesonderte Vertragsänderung erfordern, betonte der ChatGPT-Entwickler.

Proteste nach Vereinbarung
In der vergangenen Woche hatte das KI-Unternehmen eine Vereinbarung über den Einsatz seiner Technologie im klassifizierten Netzwerk des Verteidigungsministeriums bekannt gegeben, nachdem der Rivale Anthropic kurz zuvor eine Zusammenarbeit mit dem Pentagon verweigert hatte.

In sozialen Medien war es daraufhin zu Protestaufrufen gegen OpenAI gekommen. Zahlreiche ChatGPT-Nutzer kündigten ihre Abos und wechselten zum Konkurrenzprodukt Claude von Anthropic. In den Download-Charts des US-amerikanischen App Stores von Apple rangiert Claude inzwischen auf Platz eins – und damit einen Platz vor ChatGPT.

Altman räumt Fehler ein
Altman räumte ein, vorschnell gehandelt zu haben: „Eine Sache, die ich meiner Meinung nach falsch gemacht habe: Wir hätten nicht so überstürzt am Freitag damit an die Öffentlichkeit gehen sollen. Die Probleme sind äußerst komplex und erfordern eine klare Kommunikation. Wir haben wirklich versucht, die Lage zu deeskalieren und ein noch viel schlimmeres Ergebnis zu vermeiden, aber ich glaube, es wirkte einfach opportunistisch und schlampig. Eine gute Lernerfahrung für mich, da wir in Zukunft Entscheidungen mit höheren Risiken treffen müssen.“

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