Neun Festnahmen

Größte Marihuana-Plantagen Österreichs ausgehoben

Österreich
07.05.2014 11:23
Burgenländische Ermittler haben einen Drogenring zerschlagen, der Suchtgift im Wert von fast 1,4 Millionen Euro verkauft haben soll. Neun Männer im Alter von 18 bis 39 Jahren wurden verhaftet. In Wien wurden im Zuge dessen zwei Indoor-Marihuana-Plantagen entdeckt, bei denen es sich um die größten und modernsten handelt, die jemals in Österreich gefunden wurden.

In den Aufzuchtanlagen seien in den vergangenen drei Jahren 100 Kilo Marihuana im Wert von einer Million Euro erzeugt worden, teilte die Landespolizeidirektion Burgenland am Mittwoch mit. Betrieben wurden sie von einem 39-Jährigen, der als Haupttäter gilt. Die erste Plantage hatte er im Erdgeschoß seines Wohnhauses in Wien-Meidling eingerichtet, verborgen hinter den straßenseitig gelegenen Räumlichkeiten einer aufgelassenen Firma, wie Chefinspektor Paul Schlaffer sagte.

Die Geschäfte gingen offenbar so gut, dass der Wiener daraufhin auf dem Areal einer Villa in Wien-Liesing eine weitere Indoor-Anlage einrichtete. Sichergestellt wurde neben Bargeld im hohen fünfstelligen Bereich auch eine Geldzählmaschine. Die Einnahmen seien zum Teil in technisches Equipment investiert worden, erläuterte Schlaffer, "die Geschäfte waren auf Expansionskurs ausgerichtet".

Mit Designerdrogen aus Tschechien gedealt
Neben Marihuana hat der Drogenring LSD, Amphetamine und Methamphetamine unter die Leute gebracht. Die Designerdrogen stammten nach Erkenntnissen der Ermittler aus Tschechien und der Slowakei und wurden vorzugsweise auf Rave Partys in Wien, Niederösterreich und im Burgenland vertrieben. In diesem Bereich hatten die Ermittlungen der burgenländischen Polizei auch ihren Ausgang genommen. Die Ermittler stießen auf einen 24-Jährigen, der bei solchen Musikveranstaltungen LSD und Marihuana in Umlauf gesetzt hatte.

Insgesamt haben die Kriminalisten 18,5 Kilo Marihuana im Wert von 185.000 Euro, 1.900 Cannabispflanzen im Wert von rund einer halben Million Euro sowie Geld und Vermögenswerte in der Höhe von 230.000 Euro sichergestellt. Darüber hinaus wurde technisches Equipment im Wert von einer Viertelmillion Euro beschlagnahmt.

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