Krimi um Doppelmord

Mutter und Tochter tot in Kühltruhen: Neue Details

Tirol
15.01.2026 12:59
Porträt von Tiroler Krone
Von Tiroler Krone

Der Leichenfund einer Frau (34) und deren Tochter (10) in Kühltruhen in Innsbruck sorgte im November in Tirol, Österreich und über die Grenzen hinaus für pures Entsetzen. Nun konnte offenbar die Todesursache geklärt werden. Ermittelt wird bekanntlich gegen ein Brüderpaar, das bereits im Juni 2025 – also noch bevor die Leichen entdeckt worden waren – festgenommen wurde und seither in Untersuchungshaft sitzt.

Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen dauerten offenbar mehrere Wochen. Die Obduktion dürfte sich äußerst schwierig gestaltet haben, da die Leichen der beiden Opfer bereits stark verwest waren. Jetzt soll die Todesursache aber feststehen. Laut Obduktion wurden Mutter und Tochter „mit hoher Wahrscheinlichkeit erstickt“, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der APA einen Bericht der „Tiroler Tageszeitung“.

Brüder festgenommen, in U-Haft
Zwei Brüder im Alter von 53 und 55 Jahren stehen unter dringendem Mordverdacht und befinden sich seit Juni des Vorjahres in Untersuchungshaft. Sie bestritten bis zuletzt, die Syrerin und ihre Tochter getötet zu haben. Der 55-jährige Hauptverdächtige, ein Arbeitskollege der 34-Jährigen, sprach von einem Unfall.

Truhen hinter Rigipswand versteckt
Der Beschuldigte habe jedoch eingeräumt, die Leichen in den Kühltruhen, die hinter einer Rigipswand in der Wohnung des Bruders standen, versteckt zu haben. Der Jüngere soll an der Beschaffung und Aufstellung des Geräts beteiligt gewesen sein.

Im November wurden die Leichen in einer Innsbrucker Wohnung entdeckt.
Im November wurden die Leichen in einer Innsbrucker Wohnung entdeckt.(Bild: Christof Birbaumer)

Cousin erstattete Vermisstenanzeige
Über den genauen Tathergang war darüber hinaus nichts bekannt. Eine Vermisstenmeldung hatte den Fall ins Rollen gebracht. Ein in Deutschland lebender Cousin der Getöteten hatte sich bereits im Juli 2024 bei der Polizei gemeldet. Der nunmehr Hauptverdächtige meinte damals, dass Mutter und Tochter für längere Zeit zur Familie in die Türkei reisen wollten. Dort wusste man aber nichts davon. Außerdem wurden die Handys der beiden Vermissten gefunden, dies war laut dem Landeskriminalamt jedenfalls „ungewöhnlich“.

Nach intensiven Ermittlungen erhärtete sich schließlich der Tatverdacht gegen die beiden Männer. Erst mehrere Monate nach der Festnahme gestand der 55-Jährige das Verstecken der Leichen in der Kühltruhe. Über ein Motiv ist bisher nichts bekannt. Für die Brüder gilt die Unschuldsvermutung.

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