Umfrage belegt:

Österreicher für schärferen Kurs gegen Flüchtlinge

Innenpolitik
11.01.2026 11:14
Porträt von krone.at
Von krone.at

Einer aktuellen Umfrage zufolge ist die Mehrheit der Österreicher für einen schärferen Kurs gegenüber Flüchtlingen. Demnach wollen unsere Landsleute, dass Personen, die über Schlepper ins Land gekommen sind, keinen Asylantrag stellen können.

Das legt zumindest der vom Innenministerium in Auftrag gegebene „Themenmonitor“ nahe, für den das Institut IPSOS mehr als 1200 Personen befragt hat. 

Die Zustimmungsraten zu den diversen möglichen Verschärfungen sind sehr hoch. Jeweils 69 Prozent befürworten das Antragsverbot für geschleppte Personen und konsequente Rückführungen stark. Ähnliche Werte erhalten die Frage nach gemeinnütziger Arbeit und einer sofortigen Rückweisung an den Grenzen. Immerhin noch 61 Prozent sind dafür, Sozialleistungen weiter einzuschränken. Selbst die Einschränkung der medizinischen Leistungen auf eine Grundversorgung wird von einer knappen Mehrheit unterstützt.

Gesamt sind nur 36 Prozent der Meinung, dass die gegenwärtige Zahl an Asylwerbern und sonstigen Flüchtlingen auf jeden Fall oder eher verkraftbar ist. Jüngere Menschen bis 29 haben hier mit einer Zustimmung von 45 Prozent eine deutlich positivere Sicht. Bei höher Gebildeten mit Hochschulabschluss ist das Verhältnis zwischen den beiden Ansichten sogar beinahe ausgeglichen. In ländlichen Gebieten ist die Sorge wiederum größer als in Städten.

Zuwanderung wird tendenziell negativ aufgefasst
Insgesamt wird Zuwanderung in den unterschiedlichsten Bereichen tendenziell negativ gesehen. Selbst im Bereich Gesundheit und Pflege sind es nur 22 Prozent, die sehr positive oder positive Auswirkungen von Zuwanderung sehen. Besonders kritisch werden die Sektoren Bildung und Wohnen betrachtet. Hier erkennen nur neun bzw. acht Prozent positive Auswirkungen.

Mehrheit für erweiterte Befugnisse der Polizei
Abgefragt wurde auch, was die Österreicher von erweiterten polizeilichen Befugnissen halten, und das Ergebnis wird das Innenministerium wohl freuen. Denn mehr als drei Viertel unterstützen die Messenger-Überwachung zur Verhinderung von Terrorakten. Je älter die Befragten waren, umso höher war die Zustimmung zu dem vom Nationalrat bereits verabschiedeten Vorhaben.

Auch eine Ausweitung der Video-Überwachung findet Gefallen bei der Bevölkerung. 72 Prozent sind dafür, dieses Instrument an öffentlichen Plätzen vermehrt einzusetzen. Auch hier sind die jüngeren Befragten skeptischer als die älteren Gruppen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt