Vermögen der Parteien

Schulden der ÖVP massiv gestiegen, KPÖ überrascht

Innenpolitik
04.01.2026 10:38

Hiobsbotschaft für die Kanzlerpartei: Die Schulden der ÖVP sind laut Rechnungshofbericht im Super-Wahljahr 2024 massiv gestiegen Die SPÖ konnte ihren Schuldenberg dagegen etwas abbauen. Die FPÖ steht von den Parlamentsparteien finanziell am besten da. Die KPÖ wiederum hat am meisten Vermögen.

Es ist erst das zweite Mal, dass die Parteien ihre Vermögensbilanzen gemäß den seit 2022 geltenden Transparenzregeln offenlegen mussten. Die nun vom Rechnungshof veröffentlichten Rechenschaftsberichte zeigen, dass das Jahr 2024 – mit EU-Wahl, Nationalratswahl sowie zwei Landtagswahlen – vor allem die ÖVP finanziell schwer belastet hat.

Grafik: Die Finanzen der Parteien

Das Balkendiagramm zeigt das Reinvermögen der österreichischen Parteien Ende 2024 in Millionen Euro. Die FPÖ hat mit 6,374 Millionen Euro das höchste Reinvermögen, gefolgt von den Grünen mit 1,212 Millionen Euro. Die NEOS liegen bei 0,028 Millionen Euro. Die SPÖ weist ein negatives Reinvermögen von minus 1,947 Millionen Euro auf, die ÖVP sogar minus 9,359 Millionen Euro. Quelle: Parteien/Rechnungshof.

ÖVP-Schuldenberg auf 9,36 Millionen Euro gestiegen
Nach jahrelangem Schuldenabbau wuchs das gemeldete „negative Reinvermögen“ der Volkspartei – also der Schuldenberg – von 5,65 Millionen Euro Ende 2023 auf 9,36 Millionen zum Stichtag 31. Dezember 2024. Die Bankschulden der Kanzlerpartei stiegen auf 5 Millionen Euro, dazu kommen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 3,26 Millionen Euro. Auf der Habenseite meldet die Partei Aktiva von rund 1,38 Millionen Euro, 386.000 Euro davon sind Bankguthaben.

SPÖ konnte „negatives Reinvermnögen“ reduzieren
Der zu Beginn des Wahljahres ebenfalls bereits hochverschuldeten SPÖ ist es dagegen gelungen, ihr Minus abzubauen. Sie meldet eine Reduktion des „negativen Reinvermögens“ von 3 auf 1,95 Millionen Euro. Als einzige Partei steht die SPÖ damit Ende 2024 finanziell besser da als im Vorjahr. Ihre Bankschulden reduzierten sich von 4 auf 3,5 Millionen Euro, dazu kommen weitere Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von 2,95 Millionen Euro. Dem gegenüber stehen Bankguthaben, andere Vermögen sowie innerparteiliche Forderungen auf der Habenseite in Höhe von 4,5 Millionen Euro.

NEOS bianzierten im Plus
Keinen großen finanziellen Spielraum – wenn auch klar in den schwarzen Zahlen – hat auch die dritte Regierungspartei. Das Reinvermögen der NEOS schrumpfte im Laufe des Wahljahrs von 3 Millionen Euro auf 27.600 Euro zusammen. Auf der Bank haben die Pinken laut Eigenangaben ein Guthaben von 95.580 Euro, dem gegenüber steht ein Bankkredit von 151.260 Euro.

FPÖ finanziell solide unterwegs
Am solidesten unter den Parlamentsparteien sieht die Bilanz der Freiheitlichen aus. Als Bankguthaben meldet die größte Oppositionspartei 6,53 Millionen Euro. Dem stehen vergleichsweise geringe Verbindlichkeiten gegenüber, unterm Strich steht ein Reinvermögen von 6,37 Millionen Euro – zu Beginn des Wahljahrs waren es noch 8,2 Millionen Euro.

Auch die Grünen bilanzieren weiter im Plus mit einem Vermögen von 1,2 Millionen Euro und relativ geringen Verbindlichkeiten von 139.000 Euro.

KPÖ hat über 10 Millionen Euro Reinvermögen
Überraschen mag, dass die mit Abstand vermögendste Partei die nicht im Nationalrat vertretene KPÖ ist. Die Kommunisten weisen in ihrem Rechenschaftsbericht ein Reinvermögen von 10,76 Millionen Euro aus. Ins Gewicht fällt dabei vor allem das Grund- bzw. Immobilienvermögen im Wert von 9,1 Millionen Euro. Dazu kommen sonstige Finanzanlagen in Höhe von 1,97 Mio. Euro und ein Bankguthaben von 103.000 Euro.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt