Nach Trumps Drohung

Iran warnt: „Werden US-Stützpunkte angreifen“

Außenpolitik
14.01.2026 12:21
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Donald Trump ruft die Demonstranten im Iran indirekt zum Sturz des Mullah-Regimes auf und verspricht: „Hilfe ist unterwegs.“ Washington prüft eigenen Angapen zufolge „mehrere Optionen“. Man warte aber noch ab, was mit den inhaftierten Demonstranten passiert. Der Iran wirft der US-Regierung vor, einen Vorwand für ein militärisches Eingreifen schaffen zu wollen, und droht selbst mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Region.

Die US-Politik gegenüber Teheran gründe auf „Regimewechsel“, wobei „Sanktionen, Drohungen, künstlich geschürte Unruhen und Chaos“ als Vorgehensweise dienten, erklärte die iranische Botschaft bei der UNO am Dienstag auf X (siehe Posting unten). Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump „entschlossene Maßnahmen“ im Falle von Hinrichtungen festgenommener Demonstranten angekündigt.

Trump: „Wir gewinnen“
„Wenn sie anfangen, Tausende Menschen zu töten, und jetzt erzählen Sie mir von Hinrichtungen, wir werden sehen, wie sich das für sie auswirkt“, sagte Trump im US-Sender CBS News. Der 79-Jährige machte auf Nachfragen des Moderators keine genaueren Angaben, welche Schritte die US-Regierung in Erwägung zieht. „Das Ziel ist es, zu gewinnen. Ich gewinne gerne. Und wir gewinnen“, sagte Trump weiter. Einer kurdischen Menschenrechtsorganisation zufolge soll ein 26-jähriger Mann bereits am Mittwoch hingerichtet werden.

Iran droht mit Angriffen auf US-Stützpunkte
Das US-Außenministerium forderte alle amerikanischen Staatsbürger auf, den Iran umgehend zu verlassen. Trump erneuerte auf seiner Plattform Truth Social sein Hilfsversprechen an die Protestierenden und rief sie auf, die Namen der Verantwortlichen für die Gewalt zu sichern, da diese einen sehr hohen Preis zahlen würden. Die Führung in Teheran wiederum drohte mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Region. Laut der Nachrichtenagentur Reuters wurde daraufhin einem Teil des Personals der Al-Udeid-Militärbasis in Katar geraten, die Einrichtung zu verlassen.

„Unruhestiftern“ droht Todesstrafe
Im Iran gehen die Behörden brutal gegen eine Protestwelle vor, die sich vor mehr als zwei Wochen an der schlechten Wirtschaftslage entzündet hatte und mittlerweile zu einer Massenbewegung gegen die Regierung in Teheran geworden ist. Die genauen Zahlen lassen sich aktuell nicht seriös verifizieren – doch die Bilder, die es trotz Internetsperre nach außen schaffen, sprechen Bände.

Seit einigen Tagen feuern Sicherheitskräfte des totalitären Regimes in Teheran mit scharfer Munition auf Demonstranten. Am Mittwoch gab die iranische Regierung die Zahl der Getöteten mit rund 2000 an. Menschenrechtsorganisationen gehen von einer viel höheren Zahl aus. Rund 17.000 Menschen sollen bereits festgenommen worden sein. „Unruhestiftern“ drohe die Todesstrafe, erklärte die Staatsanwaltschaft in Teheran.

„Wenn jemand jemanden verbrannt, enthauptet und angezündet hat, dann müssen wir unsere Arbeit schnell erledigen“, sagte Justizchef Gholamhossein Mohseni Ejei am Mittwoch im Staatsfernsehen. Iranische Nachrichtenagenturen zitierten ihn zudem mit der Äußerung, die Verfahren sollten als „öffentliche“ Schauprozesse abgehalten werden.

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