Nun ist es traurige Gewissheit: Die seit Freitag vermisste Johanna G. ist tot. Der Cobra-Beamte Manuel M. hat gestanden, die 34-jährige Steirerin umgebracht zu haben – es soll laut seiner Aussage aber ein Unfall gewesen sein. Die Leiche wurde schließlich auf einem elterlichen Anwesen des Verdächtigen in der Südoststeiermark gefunden.
Seit Freitag bangten Familie und Freunde um das Leben ihrer „Hanni“, wie sie die 34-jährige Steirerin liebevoll nannten. Überall suchten sie nach der Fitnesstrainerin, welche es liebte, in der Natur zu laufen, zu wandern, zu reisen und im Eis zu baden.
Erst vor wenigen Monaten zog die 34-Jährige nach einer Trennung ins beschauliche Tillmitsch. Zuvor lebte sie mit ihrem damaligen Freund in Deutschlandsberg. „Ich habe sie vom Sehen her gekannt, als sie sich in der Gemeinde angemeldet hat“, sagt Bürgermeister Walter Novak im Gespräch mit der „Krone“. Bei der Türöffnung war er mit dabei, die Nachschau, ob sich die Steirerin in der Wohnung befindet, verlief allerdings negativ: „Ein Wahnsinn, was die Familie gerade durchmachen muss“, empfindet er tiefes Mitleid mit den Betroffenen und äußerte, die Hoffnung und die Suche nach ihr nicht aufzugeben.
Doch am Dienstagnachmittag bestätigten sich die schlimmsten Befürchtungen: Wie im ähnlich gelagerten Fall der erst kürzlich von ihrem Ex-Freund umgebrachten Grazer Influencerin Stefi P. ist jegliche Hoffnung auf ein Lebenszeichen dahin. Denn, wie die „Krone“ am Dienstagnachmittag erfahren hat, ist auch Johanna G. tot.
Gestohlene Dienstwaffen sichergestellt
Johanna G. und Manuel M. sollen sich trotz einer aufrechten Beziehung des Verdächtigen über eine Dating-App kennengelernt haben. Nach der Vermisstenanzeige erhärtete sich der Tatverdacht gegen den 30-Jährigen rasch. Bereits am Montag wurde er wegen widersprüchlicher Aussagen festgenommen, nachdem er ein Treffen mit der Vermissten zunächst bestritten hatte. Nachrichten einer Freundin der Frau brachten den Elite-Polizisten in Bedrängnis, er räumte ein, sich doch mit Johanna G. am besagten Abend getroffen zu haben. Übereinstimmende Ortungsdaten der beiden Mobiltelefone bestätigten dieses Treffen. Bei einer Hausdurchsuchung stellten Ermittler zudem zwei gestohlene Dienstwaffen sicher: Eine Glock TFX (eine Übungspistole) am Cobra-Standort Wiener Neustadt und eine Dienstwaffe von der PI Halbenrain im Jahr 2019. Gegen den 30-Jährigen wurde ein Waffenverbot verhängt.
Verdächtiger spricht von „Unfall“
Die Schlinge zog sich immer enger um den 30-Jährigen. Schließlich gestand er, die Frau getötet zu haben, spricht jedoch von einem Unfall. In seinem Auto sei es trotz einer geplanten Aussprache zu einvernehmlichem Sex gekommen. Denn „Hanni“ soll von ihm schwanger gewesen sein. Dabei sei sie nach seinen Angaben bei „Würge-Spielchen“ erstickt. Danach habe er sie in einem Loch vergraben.
Ermittler kündigen Pressekonferenz an
Die Leiche wurde laut steirischen Ermittlern am Dienstagnachmittag an dem vom Tatverdächtigen genannten Ort entdeckt – in einem Waldstück auf dem elterlichen Anwesen des Mannes in der Südoststeiermark. Am Abend begannen Spurensicherung und Forensik am Fundort, eine endgültige Obduktion der Frau steht noch aus. Die Einvernahme des Tatverdächtigen soll sich laut Polizei bis in die Nachtstunden ziehen. Für Mittwoch um 10.30 Uhr kündigten die Ermittler eine Pressekonferenz mit weiteren Details an.
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