Ukraine bekennt sich

Seedrohnen-Attacke auf russische Schattenflotte

Ukraine-Krieg
30.11.2025 10:17

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben zwei russische Öltanker im Schwarzen Meer mit Seedrohnen attackiert und schwer beschädigt. Der ukrainische Geheimdienst SBU sprach von einer Spezialoperation gegen die sogenannte russische Schattenflotte. 

In einem vom SBU veröffentlichten Video ist zu sehen, wie Seedrohnen auf der Meeresoberfläche auf die Tanker zurasen und die Schiffe darauf von gewaltigen Explosionen erschüttert werden. Für den Einsatz, den man zusammen mit der ukrainischen Marine durchgeführt habe, seien Drohnen vom Typ „Sea Baby“ eingesetzt worden, hieß es vom Geheimdienst gegenüber dem Portal „Ukrajinska Prawda“.

Teil der Schattenflotte
Die beiden Öltanker Kairos und Virat, die zur sogenannten Schattenflotte gehören, mit der Russland Sanktionen umgeht, seien am Freitag kurz nacheinander vor der türkischen Schwarzmeerküste angegriffen worden, so ein anonymer SBU-Beamter. Er sprach von „aktiven Maßnahmen, um die finanziellen Möglichkeiten Russlands für die Kriegsführung gegen die Ukraine einzuschränken“. Verletzt wurde bei den Angriffen niemand, die Besatzungen wurden von türkischen Rettungsschiffen in Sicherheit gebracht.

Die Drohnenattacke auf die sanktionierten Tanker dürfte ein schwerer Schlag für den russischen Ölexport sein, der wesentlich ist für die Finanzierung der Kriegsmaschinerie. In ihrem Abwehrkampf nimmt die Ukraine immer wieder Ziele der Erdölindustrie ins Visier. Erst am Samstag geriet wieder eine Raffinerie im Süden Russlands bei einem Drohnenangriff in Brand. Zusammen mit den Sanktionen haben auch die wiederholten Drohnenattacken dazu beigetragen, den russischen Öl- und Gasexport seit Jahresbeginn empfindlich zu drücken.

Die beiden Tanker waren am Freitag von Explosionen erschüttert worden.
Die beiden Tanker waren am Freitag von Explosionen erschüttert worden.(Bild: EPA/Turkish Directorate General for Maritime Affairs / HANDOUT)

Die getroffenen Öltanker im Schwarzen Meer waren laut „Ukrajinska Prawda“ leer auf dem Weg zur russischen Hafenstadt Noworossijsk, um eine neue Ölfracht aufzunehmen. Dort gab es am Samstag nach russischen Angaben ebenfalls einen Angriff der Ukraine mit Seedrohnen. Ein wichtiges Ölterminal sei schwer beschädigt worden. Eine Anlegestelle des Terminals sei nicht mehr nutzbar, teilte das Kaspische Pipeline-Konsortium (CPC) mit. Das Unternehmen sprach von einer „zielgerichteten Terrorattacke mit unbemannten Booten“.

Angeblich kein Öl ins Meer geraten
Es war bereits der dritte Angriff auf eine Anlage des auch von Kasachstan betriebenen Konsortiums. Kasachstans Energieministerium kritisierte die Attacke als Angriff auf die wirtschaftlichen Interessen des ölreichen Landes. Das Ministerium wolle nun alternative Transportwege suchen. Während der ukrainischen Angriffe waren laut russischen Angaben alle Ladeoperationen im Hafen von Noworossijsk eingestellt und die Öltanker weggefahren worden. Auch die Pipelines seien zum Zeitpunkt der Explosion geschlossen gewesen. Nach ersten Erkenntnissen sei kein Öl ins Schwarze Meer geraten.

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